Charlie – Episode 7: Schockstarre

Krankenhausflure, gab es etwas Trostloseres auf der Welt? Meine Chucks quietschten bei jedem Schritt auf dem Linoleum Belag des Bodens, während ich mich kaum konzentrieren konnte Zimmer 036 zu finden. 033 … 034 … 035 … 036! Endlich! Ich vergaß sogar zu klopfen, drückte einfach die Klinke herunter und trat ein. Direkt ein paar Personen drehten sich zu mir um. Ich kannte vier von ihnen. Frau und Herrn Tesch, die die ja schon einmal bei uns zu Hause waren, Larissa und natürlich Charlie, die freudlos in dem Bett lag, was viel zu groß für meine schlanke Freundin wirkte.Die andere Frau in dem weißen Ärztekittel musste sich nicht vorstellen. Charlie drehte den Kopf erst etwas später zu mir, doch als sie mich sah, lächelte sie einen Sekundenbruchteil matt. Dann wurde ihre Mine wieder trüb.Ich hatte die Ärztin offenbar gerade unterbrochen und sie schaute jetzt zu Frau und Herrn Tesch um sich zu vergewissern, dass sie weiter reden konnte. Frau Tesch nickte ihr zu und warf mir ein Lächeln entgegen. Larissa jedoch, auf die mein Blick danach fiel, sah mich finster an. Ich konnte mir schon denken warum. „Also …“, fuhr nun die Ärztin fort und sah noch einmal zu mir: „ … ich denke, dass du Glück gehabt hast. Du solltest besser aufpassen was du tust, Charlene. Von mir aus gibt es nichts weiter zu sagen. Morgen kommt Dr. Teeg und wird ihnen den Verband an dem Handgelenk wieder abnehmen. Wenn da dann alles gut ist, können sie wieder nach Hause.“Charlie – deren vollen Namen ich gerade das erste Mal gehört hatte – sah nicht mal auf. Die Ärztin wirkte zwar etwas ungehalten, aber nett. Sie so zu ignorieren war gelinde gesagt zumindest unhöflich. Ihre Eltern verabschiedeten sich von ihr und nach ein paar Sekunden war sie fort. Charlie seufzte schwer auf und Larissa sah wieder zu mir und wirkte noch missgelaunter: „Was willst du denn jetzt auch noch hier. Hast du nicht schon genug angerichtet?“„Larissa?“, fragte ihre Mama irritiert, ihre Tochter so aufgebracht zu sehen. Larissa sah zu ihrer Mama: „Sie ist doch an allem Schuld. Wenn Charlie sich nicht so für sie eingesetzt hätte, wäre das alles nicht passiert.“Ich presste die Lippen fest zusammen und sah zu Charlie, wie sie auf die Aussage ihrer Schwester reagierte. Sie schien völlig unbeteiligt zu sein und starrte nun wieder aus dem Fenster. Kein gutes Zeichen. Mir wurde leicht übel. Was hatte das alles zu bedeuten? Ich wusste ja nicht mal was passiert war. Niemand in der Schule hatte irgendwas gewusst. Als Charlie nicht in der Klasse erschienen war, hatte ich mir natürlich Sorgen gemacht, aber da dachte ich noch, das Gespräch mit ihrer Schwester wäre wirklich wichtig. Als dann plötzlich der Krankenwagen vor der Schule hielt und ich mich zu Miriam und Steffi umsah, die plötzlich kreidebleich wurden, stand ich ohne etwas zu sagen auf und verließ einfach die Klasse. Eine kleine Traube hatte sich vor dem Mädchenklo am Ende des Flures gebildet und so steuerte ich darauf zu. Noch ehe ich den Raum betreten konnte, wurden wir alle aufgefordert zu gehen. So eindringlich, dass ich auch auf Abstand ging. Ich verließ den Flur und wartete draußen auf der Straße, bis ich sah wie Charlie auf einer Rolltrage aus der Tür gerollt wurde. Sofort rannte ich los, aber Moritz fing mich noch vor ihr ab: „Jetzt nicht!“, stellte er klar und musste mich festhalten, damit ich nicht trotzdem zu meiner Freundin rannte. So musste ich mit ansehen, wie Charlie in den Krankenwagen geschoben wurde. Einen Moment später flog die Tür auf und Larissa sprang mit ihrer Jacke unter dem Arm aus dem Schulgebäude, dann direkt zum Krankenwagen. Erst versuchte eine Sanitäterin sie daran zu hindern, hinten bei Charlie einzusteigen, aber offenbar erklärte sie ihr, dass sie ihre Schwester war und somit war es dann wohl okay. Larissa sah noch einmal aus dem Wagen, bevor die Türen geschlossen wurden. Unsere Blicke trafen sich und schon da sah ich ihr an, dass sie mir die Schuld an allem gab. Aber an was? Was war überhaupt passiert? Mir war sofort klar das Miriam und Steffi damit was zu tun hatten und als mich Herr Altmeyer dann Ansprach, ob ich irgendwas wüsste, sagte ich ihm sofort was ich vermutete. Auf meine Frage was mit Charlie los war, schüttelte er nur den Kopf: „Sie wird wieder …“Jetzt hier im Krankenhaus sah mich Charlies Mama fragend an, dann sah sie wieder zu Larissa: „Wie meinst du das? Woran soll sie Schuld haben?“Larissa starrte sie ärgerlich an: „Glaubst du auch nur ein Wort von dem was Charlie hier erzählt hat? Also würde sie selbst auf die Idee kommen sich die Klobürste einzuführen! Verdammt … als ob! Wir reden von Charlie! Mama!“Ich schluckte schwer, dann sah ich zu Charlie die den Kopf noch etwas mehr von uns anderen abwandte. Ihre Mama sah noch verwirrter aus und fragte dann Larissa: „Was meinst du damit, etwa das jemand bei ihr war?“Larissa schüttelte den Kopf: „Nein … nicht bei ihr … das Ganze war eine Aktion gegen Charlie. Was meinst du woher sie ihr verstauchtes Handgelenk hat, oder die Blessuren im Gesicht?“ Dann drehte sie sich zu meiner Freundin im Bett um: „Hingefallen … ja klar … aber da hat doch jemand nachgeholfen, und ich weiß auch schon wer das war. Die kleine Bitch knöpf ich mir vor.“Ihr Kopf ruckte zu mir, aber natürlich wussten wir beide wen sie meinte. Ich wusste nicht ob Anna selbst etwas damit zu tun hatte, aber denken konnte ich es mir so gut wie Larissa. Ihre Mama fehlinterpretierte ihren Blick und sah mich plötzlich ernst an: „Du?“Ich wurde blass und Larissa seufzte ärgerlich: „Nein … Ines hat ihr sicher nichts getan, aber sie ist dafür verantwortlich.“„I … “, begann ich und brachte keinen Ton mehr heraus. Wusste ich doch, dass das alles ohne mich niemals passiert wäre. Was hatte Larissa eben gesagt? Klobürste und … eingeführt? Ich begriff erst jetzt was sie damit meinte und das zweite Mal an diesem Tag wurde mir übel.„Lass sie in Ruhe, Lari!“, sagte Charlie monoton. Ihrer Stimme war keine Gefühlsregung anzumerken, und sie drehte nicht mal den Kopf zu uns um, während sei die Worte sagte. Larissa schnaufte verächtlich, aber ließ von mir ab. Stattdessen ging sie um das Bett herum und setzte sich neben ihre Schwester aufs Bett. Dann nahm sie diese in den Arm und sagte leiser: „Ich klär das morgen in der Schule … diese blöde Kuh wird dir nie wieder was tun!“„Welche Blöde Kuh?“, fragte meine Mama und sah zu den beiden Mädchen. Aus meinem Hals löste sich das Wort wie von selbst: „Anna.“Gerade sah sich Frau Tesch zu mir um, da drehte sich Charlie ebenfalls zu uns: „Nein. Es war nicht Anna. Niemand hat damit etwas zu tun, nicht Anna, nicht Ines … das war ich ganz allein.“„So ein Scheiß kannst du jemand anderem …“, begann Larissa aufgebracht, doch Charlie drückte sie vom Bett herunter und unterbrach sie ärgerlich: „ICH WAR ES GANZ ALLEIN! Und jetzt lass mich einfach in Ruhe. Lasst mich alle in Ruhe. Geht einfach … ALLE!“Ihre Eltern sahen sich einen Moment verstört an, ehe Charlie noch mal die Stimme hob: „ICH WILL ALLEIN SEIN! GEHT … ALLE!“Larissa versuchte noch einmal die Hand ihrer Schwester zu ergreifen, aber diese reagierte nur noch wütender: „Verdammt Larissa … ich mein es ernst. Lass mich einfach allein … kommt später meinetwegen wieder, aber egal was du jetzt denkst … du wirst NICHTS unternehmen, hast du mich verstanden?“Larissa sah ihre Schwester unbeholfen an, dann aber – wohl bevor sie noch einmal losschrie – nickte sie schnell und trat vom Bett weg. Es dauerte noch einen Moment bis Charlie auch ihre Eltern soweit hatte, dass sie bereit waren ihre Tochter einfach allein zu lassen. Verzweifelt und unsicher verließen alle das Zimmer. Alle bis auf mich. Ich stand nach wie vor im Raum und keiner hatte mich beachtet. „Du auch!“, sagte Charlie plötzlich ohne mich anzusehen. Sie hatte den Kopf wieder zu den Fenstern gedreht und so sah ich nicht was in ihrem Gesicht vorging. Ich zögerte und wusste nicht was ich machen sollte. Ich wollte nicht gehen … wollte nicht, dass sie allein war. Oder wollte ich nicht diejenige sein die nicht allein sein wollte? Vermutlich war beides jeweils richtig. „Ines … geh einfach!“, forderte mich Charlie noch einmal auf. Ich bewegte mich nicht, sagte aber auch nix. Ich stand noch weitere 2 Minuten einfach nur da, bevor Charlie sich zu mir herumdrehte und mich anblickte. Sie sah schlimm aus. Ihre Wange war leicht geschwollen, was mir erst jetzt auffiel. Dazu kamen ihre Augen. Offenbar hatte sie gerade stumm geweint und so waren sie ganz rot und feucht. „Charlie …“, hauchte ich und trat einen Schritt auf die zu. Sie hob die Hand und unsicher blieb ich stehen: „Ines … bitte … geh.“„Was ist passiert?“, fragte ich sanft.Charlie antwortete nicht, stattdessen drehte sie den Kopf wieder zum Fenster. Ich trat einen Schritt näher zu ihr und dann noch einen: „Charlie … ich hab Angst.“, sprach ich meine Gefühle einfach aus. Sie erschauderte leicht, dann drehte sie langsam den Kopf wieder zu mir und musterte mich: „Angst? Sie werden dir nichts tun … mach dir keine Sorgen.“Ich begriff nicht sofort was sie meinte, dann schüttelte ich den Kopf: „Nein … nicht vor Anna und ihresgleichen … Ich hab gerade Angst um uns!“Charlie hob den Kopf jetzt leicht und mir wurde klar, dass sie mir das erste Mal jetzt wirklich in die Augen sah. Dann blickten wir uns einfach nur lange an, bis Charlie erklärte: „Ich will nicht, dass du mich so siehst … ich will nicht … das die anderen mich so sehen.“„Wie denn?“, fragte ich unsicher.Charlie lachte bitter auf, zeigte dann auf ihre Wange und sagte: „Na so am Arsch und … das andere eben.“„Welches andere?“, fragte ich beunruhigt.Charlie senkte den Kopf und ich fragte einfach: „Was hat Anna getan … deine Schwester hat gesagt … sie erwähnte eine Klobürste?“Charlie schloss die Augen und wandte den Blick ganz von mir ab und nickte dann schwer.„Aber … nicht … also sie hat sie dir nicht … “, begann ich und sprach nicht weiter als Charlie sich plötzlich die Hände vor das Gesicht hielt und begann zu schluchzen. Das war Antwort genug. Ich kletterte zu ihr auf das Bett und nahm sie fest in den Arm, sie drückte ihren Kopf an meine Brust und heulte einfach nur los. Die Tür ging auf und Larissa steckte den Kopf in das Zimmer: „Ines … bist du noch …“, dann sah sie mich auf dem Bett sitzen und einen Moment traute sie wohl ihren Augen nicht. Dann sah ich das, was ich schon von so vielen Menschen in der letzten Zeit gesehen hatte, wenn sie mich ansahen: Hass! Charlie hatte mir erzählt wie offen und vertrauensvoll die Beziehung mit ihrer Schwester war. Mich jetzt mit Charlie hier zu sehen, wie sie sich bei mir ausheulte und Larissa eben wegschickte … war sicher nicht einfach für sie mit anzusehen. Meine erste Reaktion war schnell aufzustehen, aber dann hätte ich Charlie loslassen müssen und das wollte ich nicht. Sowieso war mir alles irgendwie egal … nur eben Charlie nicht. Charlie war alles für mich … ich würde töten für dieses Mädchen. Ich stockte kurz bei dem Gedanken, dann wurde mir aber klar, dass es genauso war. „Na Klasse!“, lachte Larissa kühl auf und schüttelte den Kopf: „Aber von so einer lässt du dich in den Arm nehmen …“Charlie schrak hoch, als Larissa sich schon umgedreht hatte und die Tür hinter sich zuschlug. Wie sahen uns nur einen Moment in die Augen, dann sagte Charlie mit fester Stimme zu mir: „Erklär es ihr … jetzt!“„Was soll ich ihr erklären? Das mit uns?“„Ja … los … ich würd es selbst machen, aber ich komm vor Schmerzen nicht mal aus dem Bett!“, erklärte sie schnell.Als ich mich nicht sofort rührte, schob sie mich von sich: „Los jetzt!“Ich stolperte zur Tür, dann riss ich sie auf und befand mich schon auf dem Gang. Larissa war auf dem Weg zu ihren Eltern, die mit einer Schwester vor dem Schwesternzimmer auf der Station standen.„Larissa! Warte!“, rief ich und rannte los. Sie drehte sich ein wenig überrascht um, dann blieb sie aber tatsächlich stehen und wartete, bis ich vor ihr anhielt. Ich verschnaufte kurz, dann ließ ich die Schultern sinken und sah Larissa ängstlich an: „Es … es gibt einen Grund dafür …“„Wofür?“, blaffte sie mich an.„Für … alles!“, sagte ich und fügte hinzu: „Dafür, dass sich Charlie so für mich einsetzt. Dafür, dass sie mich an sich ran lässt. Dafür … dass … dass sie es mit Anna aufnimmt…“, sagte ich und hatte Mühe, dass ich nicht in Tränen ausbrach.„Ja und?“, fragte Larissa barsch.Ich starrte sie unbeholfen an, dann zu ihren Eltern, die ein paar Meter weiter, aber außer Hörreichweite standen. Kurz blickte ich noch einmal zur Tür hinter der Charlie lag, dann flüsterte ich einfach: „Wir sind zusammen.“Larissa sah mich unberührt an, erst nach ein paar Sekunden begriff sie offenbar was ich ihr gerade gesagt hatte und was ich damit meinte. Einen Moment schien es so, als würde sie lachen wollen. Dann aber starrte sie mich nur Verständnislos an: „Du … du bist ne Lesbe?“„Bist du eine?“, fragte ich zurück und ehe Larissa das in den falschen Hals bekam, erklärte ich ihr: „Ich weiß was zwischen euch passiert ist. Charlie hat es mir erzählt. Und nein, ich fühle mich nicht wie eine Lesbe. Ich stehe … stand bis vor zwei Tagen auch nur auf Jungs und dann … ist mir deine Schwester passiert. Ich glaube es geht ihr genauso … oder zumindest fast.“„Du bist das also? Du bist ihr ‚Freund‘?“ Larissa sah an mir vorbei zur Tür, dann starrte sie mich plötzlich wütend an, fasste mich am Kragen meines T-Shirts und drückte mich gegen die Flurwand: „Wegen dir liegt meine kleine Schwester jetzt dort im Zimmer. Die haben ihr den Griff einer Klobürste in die Scheide gepresst … wegen dir!“Ich wehrte mich nicht gegen die Hände an meinem Kragen und schluckte nur, dann nickte ich, weil sie damit Recht hatte … und wir beide wussten es. Einen Moment wurde ihr Griff noch fester und sie zischte mich böse an: „Beende das … sofort. Egal wie … du hast die Verantwortung dafür und ich schwöre dir … wenn du die Sache nicht aus der Welt schaffst … dann Gnade dir Gott!“Ich schloss die Augen und schüttelte langsam den Kopf: „Wie soll ich das machen? Du hast selbst schon mitbekommen, was in der Schule abgeht. Deine Schwester war der erste Mensch seit Ewigkeiten, die überhaupt Interesse hatte mich kennen zu lernen, ohne auf das Geschwätz der anderen zu hören.“„Dann geh von der Schule … es gibt in Schwabing nicht nur diese eine.“, schlug Larissa vor. Ich blickte sie nur stumm an, dann nickte ich: „Wenn es nicht anders geht, dann … okay. Aber wenn ich du wäre, dann würde ich mich mal mit deiner Schwester unterhalten, was sie dazu sagt.“„Ja gerne!“, blaffte Larissa mich nun an: „Wenn sie mich sehen wollen würde! Stattdessen hält sie ja lieber mit dir Händchen. So ein Scheiß! Was ist ihr denn wichtiger … ihre Möchtegern-Freundin die sie vermutlich eh nur aus Mitleid hat … oder ihre Schwester? Keine Ahnung aber ich sag es dir ganz ehrlich: Ich mag dich nicht. Du bist nicht gut für Charlie. Du zerstörst ihr alle Chancen auf eine normale Schullaufbahn, wie sie sein sollte. Wenn sie wieder klar im Kopf ist, dann werde ich mich mit ihr unterhalten und ihr mal ordentlich den Kopf waschen. Eure bescheuerte Beziehung kannst du dir dann ganz schnell irgendwo rein schieben.“Mit den Worten ließ sie mich los und sah mich einen Moment noch verachtend an, dann wandte sie sich um und ging den Flur herunter, zu ihren Eltern. Ich blieb einen Moment noch stehen, dann fuhr ich mir mit den Händen durch meine Haare und strich mir mein Hemd wieder glatt. Nachdem ich ein paar Mal tief Luft geholt hatte, ging ich wieder zurück zum Zimmer, wo Charlie nach wie vor im Bett lag. Sie sah mich fragend an: „Und?“„Sie weiß es jetzt, aber ich glaube nicht, dass sie es gut aufgefasst hat.“, stellte ich direkt klar. Dann erzählte ich ihr alles, auch die unschönen Dinge die ihre Schwester mir vorgeworfen hatte. Charlie rückte ein wenig nach rechts im Bett und forderte mich mit ein paar Klopfern auf die Bettdecke auf mich neben sich zu setzten.Ich nahm das Angebot sofort an, allein schon, weil ich sie jetzt bei mir haben wollte. Ich setzte mich und sofort ergriff sie meine Hand und legte ihre Stirn an meine Schulter: „Danke, dass du es gesagt hast. Ich weiß, wir wollten es noch nicht publik machen, aber meine Schwester wird es niemandem sagen.“„Glaub ich auch. Ich denke, sie ist schon okay … sie mag mich halt nicht, weil sie denkt, dass ich hierfür verantwortlich bin.“, erklärte ich und bevor Charlie etwas gegenteiliges sagen konnte, erklärte ich schnell: „Und wir wissen, dass sie damit nicht ganz unrecht hat.“Charlie hob den Kopf von meiner Schulter und sah mich eindringlich an: „Wieso? Du bist Schuld, wenn so eine kranke Tussi es auf dich abgesehen hat, nur weil sie jemanden braucht den sie fertig machen kann?“„Weil ich schon vorher hätte ahnen können, dass du ebenfalls ins Fadenkreuz geraten könntest, wenn du dich mit mir abgibst.“, verbesserte ich sie.„Schwachsinn … das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun. Dich trifft keine Schuld. Anna ist die Schuldige … aber …“, und jetzt schluckte Charlie ehe sie weiter sprach: „Es gibt da noch was, was ich dir sagen muss.“Dann erzählte sie mit von der Drohung und dem Exempel, dass Anna an ihrer Mama statuieren wollte. Ich hatte sofort wieder ein schlechtes Gefühl bei der Sache. Mama arbeitete in der lokalen Gärtnerei und war mit dem Job ganz zufrieden. Eigentlich. Da war nämlich ihr Teamleiter, mit dem sie gar nicht klar kam. Die anderen Mitarbeiter waren okay und der Chef war ebenfalls ein netter alter Mann. Wenn Anna wirklich den Chef meinte, dann glaubte ich kaum, dass dieser sich von irgendwem beeinflussen lassen würde. Anders sah es allerdings mit diesem Teamleiter aus.„Ich glaub, ich muss mal mit meiner Mama reden, damit sie weiß, dass von der Seite her jetzt was kommen kann. Besser sie geht direkt zum Chef und spricht ihn darauf an.“, flüsterte ich und Charlie nickte mir zu. „Was Larissa da über uns gesagt hat … der Grund, warum ich mit dir zusammen bin … das stimmt nicht.“, stellte Charlie plötzlich klar.Ich nickte: „Hab ich auch nicht gedacht. Da gibt es ganz andere Gründe …“, grinste ich und wollte ihr einen Kuss geben, aber Charlie drehte schnell den Kopf weg. Ich räusperte mich verlegen: „Was … ist denn? Wegen Anna?“Ich hatte eigentlich mit keiner Antwort gerechnet, aber sie nickte und stöhnte dann auf: „Sie hat mir die Klobürste ein paar Mal vorher durch das Gesicht gezogen, ehe sie … “, Charlie machte eine Pause und sah aus dem Fenster, ehe sie weitersprach: „ … zumindest hab ich das Gefühl, noch überall Toilettenwasser im Gesicht zu haben. Auch wenn ich mich schon dreimal Gewaschen habe. Diesen Geruch hab ich immer noch in der Nase. Mir ist jetzt nicht nach küssen, okay?“„Okay …“, nickte ich verständnisvoll. Dann fragte ich: „Hat man dich da untersucht? Ich meine … wegen der Klobürste?“Charlie nickte stumm.Ich wagte nicht weiter zu fragen und nach ein paar Sekunden sprach sie von selbst: „Ich hab ganz schön geblutet. Anfangs dachte man noch, ich hätte nur meine Tage. Das ist wohl auch so, aber … “, sie schloss die Augen und sie schluchzte kurz: „ … sie hat mich mit dem Ding … entjungfert.“Ich saß da wie gelähmt. Was sollte ich machen? Ich nahm Charlie in den Arm, aber sie ließ es nicht zu und schob mich weg. Offenbar war sie zu erschrocken … zu angewidert und fassungslos, vermutlich auch wütend über alles … dass ihr niemand jetzt helfen konnte. Es dauerte ein paar Minuten ehe sie sich wieder ein bekam und aufhörte zu weinen. Dann flüsterte sie kalt: „Das wird sie bereuen … irgendwie werde ich sie fertig machen.“Ich versuchte noch mal sie in den Arm zu nehmen, diesmal ließ sie es zu und so saßen wir eine lange Zeit einfach nur herum, bis ich fragte: „Du … hast es niemandem gesagt … warum?“„Weil Anna gedroht hat, deine Mutter rausschmeißen zu lassen. Sie sagte, deine Mama hätte keine Ausbildung und wäre auf den Job angewiesen. Dass ihr nicht klar kommen würdet, wenn sie den Job verlieren würde.“Ich schluckte, dann sah ich Charlie ernst an: „Das … das stimmt schon mit meiner Mama. Wir wären schon längst wo anders hingezogen, wenn sie irgendwo sonst einen Job finden könnte. Sie hat mich halt ganz allein großgezogen und hat mich ja schon mit 16 bekommen. Ihre Eltern haben sie vor die Tür gesetzt und hätte sie ihren Bruder nicht gehabt, wäre sie wohl völlig abgestürzt.“Charlie seufzte: „Muss schlimm für dich gewesen sein, was?“Ich lachte auf: „Für mich? Nein gar nicht. Meine Mama war immer für mich da. Als kleines Kind merkst du doch gar nicht, wie wichtig Geld ist. Ich hatte alles was ich brauchte … das waren weniger materielle Dinge, als die Person: ‚Mama‘. Erst auf der Schule merkte ich dann, dass es doch was ausmachte, wie viel Geld Mama und Papa hatten. Die ersten Tage waren sehr ernüchternd … besonders auf dem Gymnasium war es schwer. Ist es immer noch.“ Dann räusperte ich mich wieder und seufzte: „Ich und Mama würden nie verlangen dass du Anna einfach so davon kommen lässt. Wenn du sie dafür dran kriegen willst, dann mach es einfach. Sag was passiert ist … dir glaubt eh niemand die Geschichte, dass du hingefallen bist.“„Hingefallen?“, lachte Charlie unsicher auf, ehe sie leicht rot anlief: „Die Ärzte und meine Eltern glauben, ich hätte mir das Ding wohl als eine Art Experiment selbst … reingesteckt.“Ich sah Charlie überrascht an: „Tatsächlich? Das denken sie?“Charlie blicke mich verloren an: „Naja … zumindest meine Eltern. Herr Altmeyer und Larissa wissen genau was los ist, aber solang ich nichts sage … können sie nichts machen.“„Willst du dich nicht doch Moritz anvertrauen? Anna könnte auch nur irgendeinen Scheiß erzählt haben.“, merkte ich an.Charlie nickte, aber sah betrübt drein: „Und wenn nicht? Außerdem würde sie dafür, was die gemacht hat locker von der Schule fliegen. Aber sie war sich einfach zu sicher, dass die das Risiko eingegangen ist.“„Und jetzt? Wie geht’s weiter? Was machen wir jetzt?“, fragte ich Charlie und kam mir selbst völlig hilflos vor. „Wir warten erst einmal ab was passiert. Soweit ich das mitbekommen habe, werde ich bis einschließlich Freitag krankgeschrieben.“, erklärte das angeschlagene Mädchen auf dem Bett neben mir, als es plötzlich an der Tür klopfte. Wir unterbrachen jegliche Gespräche sofort und ich machte mich wieder auf einen Bösen Blick von Larissa gefasst, da trat aber jemand ganz anders in das Zimmer. Ich warf Charlie einen Blick zu, die nur die Augen schloss und sich in das große Kopfkissen sinken ließ. Herr Altmeyer räusperte sich und sah uns beide an, dann schloss er die Tür hinter sich und kam zu uns ans Bett. Ich hatte mich mittlerweile wieder aufgesetzte, da ich mich irgendwann einfach neben Charlie gelegt hatte und rutschte nun vom Bett. „Hi Ines … Hallo Charlie.“, begrüßte er uns ruhig und Charlie drehte den Kopf wieder zum Fenster. Herr Altmeyer sah daher mich fragend an doch was sollte ich schon sagen. Daher schüttelte ich nur mit dem Kopf. Moritz stand noch ein paar Sekunden herum, dann setzte er sich einfach an das Fußende von Charlies Bett, so dass er sie nicht berührte, aber trotzdem in ihren Bereich eindrang: „Charlie … ich weiß du willst mir vermutlich immer noch nicht sagen was los ist, aber ich möchte dir gerne etwas sagen. Du musst gar nicht mit mir reden, aber dann hör einfach zu und schau mich wenigstens an.“, bat er.Charlie seufzte und drehte nach ein paar Augenblicken den Kopf zu Moritz, der nun leicht lächelte. Dann nickte er und erzählte: „Ich habe Anna, Miriam und Steffi erst einmal von der Schule suspendiert.“ Ich schaute überrascht auf und sah, dass auch Charlie eine Augenbraue hob. Herr Altmeyer wartete kurz ab, dann erklärte er weiter: „Es gab ein paar Schüler, die die drei gesehen haben, wie sie das Klo kurz bevor man dich gefunden hat, verlassen hatten. Da musst du mir jetzt nicht mal mehr sagen, dass es die drei waren. Ich habe das mit dem Direktor geklärt und bis auf weiteres bleiben die drei der Schule fern.“Charlie öffnete den Mund, wollte etwas sagen, aber schloss ihn dann doch lieber wieder. Moritz sah kurz zu mir und dann wieder zu Charlie: „Wenn die drei dich irgendwie bedroht haben, wäre es nicht förderlich, wenn du jetzt nachgibst. Wenn du jetzt nichts sagst, dann können sie immer so weiter machen. Dieser Schulverweis ist nur temporär und so wie ich Annas Vater kenne, wird der maximal bis zum Wochenende bestand haben, wenn du nicht sagst was passiert ist.“Moritz legte eine Hand auf die Decke, wo sich der Abdruck von Charlies Fuß abzeichnete. Charlie zuckte zusammen und Herr Altmeyer nahm die Hand schnell wieder weg, ehe er leiser sagte: „Hör mal Charlie. Ich werde dich nicht dazu drängen darüber zu reden. Aber es in dich rein zu fressen bringt dir sicher nichts.“Dann schwieg Moritz und Charlie sah wieder aus dem Fenster. Als ich schon glaubte, niemand würde noch irgendwas sagen, flüsterte Charlie plötzlich: „Ich überlege es mir.“Moritz nickte und lächelte sie an, was sie aber nicht sehen konnte. Dann stand er wieder auf und war schon auf dem halben Weg zur Tür, bevor er sich wieder zu uns herumdrehte: „Ach … da ist noch was.“, erklärte er unsicher. Er wartete bis Charlie sich wieder ihm zugewandt hatte: „Am Wochenende ist ein kleines Turnier gegen einen Verein aus Hessen. Wir haben uns damals bei einem Turnier kennengelernt und spielen jedes Jahr einmal im Sommer gegeneinander. Das hat sich einfach so ergeben. Es ist auch nicht ganz ernst, es geht da nur um Spaß und die schöne Aussicht.“Wir sahen ihn beide fragend an.Herr Altmeyer seufzte leise und sprach dann: „Also, ich wollte eigentlich fragen, ob ihr zwei nicht Lust habt mitzukommen. Wir haben leider keine Balljungen – oder Mädchen – und ich hab gesagt, ich frag mal bei uns in der Vereinsjugend. Leider hat von denen keiner Zeit und … naja … wenn ihr einspringen würdet, dann wäre die Verpflegung, das Hotelzimmer für euch zwei und die Fahrt natürlich kostenlos.“Ich machte große Augen und sah zu Charlie, die mir ebenfalls einen Blick zuwarf. Dann fragte sie vorsichtig: „Wann wäre das denn?“„Ach so, ja … Samstag früh würden wir losfahren und dann spielen wir auch. Abends gibt es dann ein leckeres Essen und Sonntagnachmittag geht es zurück nach München.“Ich sah wieder zu Charlie, hoffte sie würde nicht vorschnell absagen. Der Gedanke mit ihr zusammen in einem Hotel zu übernachten war toll. Zwar wusste ich nicht wie es ihr bis zum Wochenende gehen würde und ob sie nach der schrecklichen Aktion von Anna überhaupt irgendwen an sich heran lassen würde. Trotzdem würde es auch so ein Abenteuer werden … zumindest für mich. Ich kam nie von zu Hause weg … war noch nie im Urlaub gewesen und die Vorstellung einmal in einem Hotel zu wohnen und dort lecker in einem Restaurant zu speisen … kannte ich nur aus dem Fernsehen. „Charlie?“, fragte ich vorsichtig und sie drehte den Kopf zu mir. Ich warf ihr einen flehenden Blick zu und nickte ihr ganz sachte zu. Dann begann auch sie leicht zu nicken und flüsterte: „Ich muss das aber noch mit meinen Eltern abklären.“, stellte sie klar.Moritz lachte auf: „Ja, natürlich kläre ich das mit euren Eltern. Aber ihr hättet Interesse?“Wir beide nickten, ehe ich fragte: „Wo ist denn dieses Hotel?“Moritz strahlte mich an: „Das ist ein Sporthotel am Tachinger See bei Salzburg. Eine tolle Gegend und ein super 4 Sterne Hotel. Sie haben da auch ein Schwimmbad und ein Saunabereich, und ganz unsportlich wird da am Wochenende immer ein riesengroßer Grill angeworfen und unter freiem Himmel gegessen.“„Wow …“, stieß ich ungewollt hervor und Moritz lächelte mir zu: „Ich rufe eure Eltern morgen mal deshalb an. Wenn das alles klar geht, dann sehen wir uns am Samstagmorgen … außer wir zwei Ines … wir sehen uns Freitag bei Mathe.“Ich stöhnte auf und Herr Altmeyer kam noch einmal zu uns. Dann legte er eine Hand auf Charlies Schulter und die andere auf meine: „Wenn irgendwas sein sollte … wenn ihr reden wollt oder euch irgendwas bedrückt, dann könnt ihr immer zu mir kommen.“Wir nickten beide, dann verließ Moritz das Zimmer und ließ uns wieder allein. Ich machte einen Luftsprung nachdem die Tür sich hinter ihm geschlossen hatte: „YYEEESSSSS!“Charlie sah zu mir und das erste Mal überhaupt nach dem Angriff, lächelte sie mich an. Ich war so aufgekratzt und glücklich. Ich wusste, dass es blöd war sich jetzt hier so gehen zu lassen, aber ich konnte einfach nichts dagegen tun. Ich freute mich so sehr auf das Wochenende, so dass ich Charlie nun anstrahlte, zu ihr ging und ihr einfach meine Lippen auf die ihren drückte. Sie wich zuerst ein wenig zurück, doch gerade als ich realisierte, was ich hier gerade tat und mich zurückziehen wollte, fasste mich Charlie am Hals und hielt mich fest. Zwar küssten wir uns nicht mehr, aber unsere Gesichter waren so dicht beieinander, dass unsere Nasenspitzen sich berührten. „Sorry …“, flüsterte ich, doch Charlie holte nur tief Luft und sagte dann leise: „Nein … schon gut. Es fühlt sich doch ganz gut an jemanden … dich … hier zu haben. Ich bin froh dass du nicht gegangen bist eben.“Ich nickte, dann hob ich das Kinn leicht an und Charlie tat es mir gleich. Ihre Lippen bebten ein wenig bei dem Kuss und kurz darauf merkte ich, wie eine Träne über unsere Wangen lief. Ich unterbrach den Kuss und sah, dass Charlie stumm weinte. Fragend sah ich sie an, aber sie zuckte nur mit den Schultern: „Ich bin froh das ich dich hab.“Ich drückte sie noch einmal fest, dann wurde es auch Zeit für mich zu gehen, als ihre Familie wieder das Zimmer betrat. Larissa blickte mich finster an, ging aber einfach an mir vorbei. Dann verdrückte ich mich lieber schnell, da auch Charlies Mutter mich irgendwie mürrisch ansah.Ich machte mich auf den Weg nach Hause um schon einmal das Abendessen vorzubereiten. Zu meiner Überraschung war meine Mama schon da und hatte auch schon eingekauft. Gerade schälte sie Kartoffeln und als ich die Küche betrat, lächelte sie mir zu und nahm mich in den Arm.„Mama, hey … warum bist du schon hier?“, fragte ich und sofort fühlte ich mich besser. Jetzt allein zu Hause herumzusitzen, wäre wirklich doof gewesen. Mama seufzte auf, dann wurde sie plötzlich ernst als es ihr nicht mehr gelang ihre Sorgen des Tages mit einem Lächeln wegzuzaubern wie sonst immer: „Es war kein schöner Tag, Schatz.“„Ist was passiert?“, fragte ich und musste sofort an Charlies Worte denken. Meine Mama verzog den Mund, dann sah sie mich an und sofort wusste ich, dass irgendwas überhaupt nicht stimmte: „Ich hab heute für Anneliese die Kasse gemacht, weil sie einen Arzttermin hatte. Darüber hinaus musste ich mich natürlich auch um meine anderen Aufgaben kümmern. Nachdem sie wieder gekommen ist, haben wir einen Kassensturz gemacht und plötzlich fehlten fast 500 Euro. Sowas ist mir noch nie passiert und Jörg ist ausgerastet.“„Ist das dein komischer Teamleiter?“, fragte ich nach und Mama nickte. Dann sprach sie weiter: „Da wir bei Annelieses Übergabe keinen Kassensturz gemacht hatten, wissen wir nicht wer für das fehlende Geld verantwortlich ist.“„Okay …“, sagte ich beunruhigt.Mama stöhnte auf: „Ich hab aber Herrn Roßbach letzte Woche nach einem Vorschuss gefragt, aber den konnte er mir nicht geben. Dummerweise hatte ich genau nach 500 Euro gefragt. Das ist natürlich total bescheuert … aber so ist es nun mal. Ich war völlig durch den Wind und bin dann erst einmal nach Hause gegangen. Ich hab ja noch genug Überstunden. Trotzdem hab ich das Gefühl, dass jetzt alle denken, dass ich das Geld genommen habe.“„War denn sonst keiner an der Kasse?“, fragte ich leise.Mama zuckte mit den Schultern: „Ich wüsste nicht wer. Wie gesagt war ich nicht immer da, nicht mal immer in Sichtweite. Aber von den anderen Mitarbeitern war ja niemand vorn beim Verkauf. Kunden hatten wir auch nur zwei und die waren sicher nicht an der Kasse.“„Und dein Teamleiter?“ Mama schüttelte nur den Kopf: „Er ist ein unangenehmer Kerl, aber er würde sich sicher nicht an der Kasse zu schaffen machen. Das kann ich mir nicht vorstellen. Er mag mich nicht, aber ich glaube nicht, dass er Geld aus der Kasse nehmen würde um mir zu schaden.“„Vielleicht braucht er einfach nur das Geld?“, fragte ich misstrauisch. Mama lächelte mir zu, dann strich sie mir liebevoll durch die Haare und sagte traurig: „Mach dir mal keine Sorgen um meine Angelegenheiten. Wie war es denn in der Schule?“„Naja …“, sagte ich geknickt und Mama zog mich an sich und gab mir einen Kuss auf die Stirn: „Aber Charlie ist doch nett, oder?“Ich nickte, dann erzählte ich meiner Mama von dem Angebot von Herrn Altmeyer und dass ich gerne mit Charlie zusammen in das Hotel fahren würde. Mama wirkte einen Moment als würde ihr dieser Gedanke Sorgen machen, dann aber nickte sie langsam: „Ja klar, wird doch bestimmt schön oder?“„Auf jeden Fall!“, lächelte ich glücklich. Dann fragte Mama plötzlich: „Sag mal, du und Charlie … ihr versteht euch schon verdammt gut, oder?“Wieder nickte ich und versuchte mir nicht anmerken zu lassen wie gut wir uns verstanden und wie sehr ich mich auf die Fahrt zum Tachinger See freute.

Charlie – Episode 7: Schockstarre

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