Charlie – Episode 4: „Höhepunkte“

In der Klasse war ich den ganzen Tag voll in Gedanken und bekam kaum was mit. Und dabei war es gerade einmal Tag zwei. Obwohl mich Ines überhaupt nicht kannte, merkte selbst sie, dass mich irgendwas belastete. Ich hatte ihr vor der Schule noch gratuliert, aber seitdem kaum ein Wort mit ihr gewechselt. Offenbar dachte sie, ich würde die Entscheidung, Zeit mit ihr zu verbringen, schon bereuen, denn sie fragte mich in der zweiten Pause, ob wir denn noch zu ihrem Geburtstag kommen würden. Völlig erschrocken blickte ich sie an und sie nickte nur verstehend. Sofort klärte ich auf: „Ines, sorry! Ich bin total fertig und hab mich gestern … mit meiner Schwester gestritten. Ich glaube nicht, dass sie heute noch kommen wird.“Sie nickte auf eine Art, als hätte sie schon mit dieser Antwort gerechnet und schaute zu Boden, als sie erklärte: „Wenn du nicht willst, dann musst du auch nicht kommen. Das wäre schon okay, ich weiß, dass die anderen dich jetzt genau so meiden wie mich.“„Blödsinn!“, stellte ich klar: „Natürlich komm ich. Aber ich kann nicht für meine Schwester sprechen. Sie kennt dich ja gar nicht und ich dachte, sie würde trotzdem einfach mitkommen. Aber ehrlich gesagt ist gestern etwas vorgefallen und ich hab sie total vergessen zu fragen.“„Okay. Was ist denn passiert?“, fragte Ines und sah mich abwartend an.Ich sah zu der Gruppe in der Ecke des Hofes, wo meine Schwester stand und unsere Blicke trafen sich kurz. Dann schaute sie schnell weg und setzte ein künstliches Lachen auf, was über ihre Unsicherheit hinwegtäuschen sollte. Aber ich war doch genauso verunsichert wie sie und sie war die Ältere von uns. Sie musste den ersten Schritt machen, oder? Ich seufzte und antwortete mit dem Blick weiterhin auf Larissa: „Kann ich dir echt nicht sagen … “, erklärte ich und sah dann auf und in Ines enttäuschtes Gesicht. Ich schüttelte den Kopf: „Ich würde es nicht mal meiner besten Freundin erzählen können.“Das verstand sie dann doch und zusammen schlenderten wir über den Schulhof, während sie mir von ihrer Familie erzählte. Sie hatte keine Geschwister und wohnte nur mit ihrer Mutter zusammen in einer kleinen Wohnung, die ich ja schon mal von außen gesehen hatte.Wir verbrachten die letzten paar Stunden zusammen, bevor die Schule endete und Mama uns abholte. Gott sei Dank hatte sie das Geschenk für Ines dabei, was ich in der Hektik heute Morgen total vergessen hatte. Dann fuhr sie uns zu ihr nach Hause und wünschte uns einen schönen Tag. Ich versprach anzurufen, wenn sie mich abholen sollte und dann stiegen wir aus. Zumindest versuchte ich es, aber Mama hielt mich sanft am Arm fest, während Ines schon aus dem Wagen war und die Tür zugeschlagen hatte. Dann sah sie mich eindringlich, aber warmherzig an und sagte leise: „Was ist denn heute Morgen mit Larissa losgewesen? Sie war so seltsam drauf.“Ich presste die Lippen zusammen und zuckte mit den Schultern. Meine Mama durchschaute mich sofort und ihr war in dem Moment klar, dass ich genau wusste, was los war. Trotzdem beharrte sie nicht auf eine Antwort, sondern streichelte mir nur zärtlich durch die Haare, ehe sie sagte: „Egal was los ist, du kannst immer über alles mit mir reden. Egal wie schwer es ist, ich kann dir immer helfen oder dir zumindest einen guten Rat geben, okay?“Ich nickte schnell, dann gab ich Mama einen Kuss und verließ das Auto. Ines war schon an der Tür und mit dem Geschenk in der Tasche rannte ich zu ihr und betrat mit ihr das Treppenhaus, welches irgendwie muffig roch. Ines wohnte in der vierten von 8 Etagen und der Aufzug funktionierte nicht, weshalb wir den ganzen Weg zu Fuß hoch mussten. Für mich war das nicht unbedingt schwer, weil ich ja durch mein Tennistraining ganz gut in Form war, aber auch Ines sah nicht so aus, als würde sie diesen Weg das erste Mal laufen. Vermutlich war der Fahrstuhl schon länger defekt.Oben schloss Ines die Wohnungstür auf und wir betraten das Reich von ihr und ihrer Mutter. Sofort wurde der muffige Geruch vom Treppenhaus von frisch gebackenem Kuchen abgelöst und als wir die kleine Wohnküche betraten, schaute ihre Mama überrascht auf: „Ines? Schon da? Wie geht das denn?“Die beiden nahmen sich kurz in den Arm und ich erkannte, dass ihre Mama noch mit der Glasur des Kuchens beschäftigt war. Die Kerzen lagen noch daneben. Ines ließ ihre Mama los und schaute auf den Kuchen, strahlte sie glücklich an und fiel ihr noch mal in den Arm: „Charlies Mama hat uns abgeholt und direkt hier her gefahren.“Frau Karduck – also Ines Mama – sah genauso aus wie ihre Tochter. Dieselbe schlanke lange Figur und die gleichen rotblonden Haare. Nur ihre Augen waren etwas mattgrüner und nicht so krass wie die von Ines. Und eines fiel mir sofort auf: Sie war Jung! Keine Ahnung wie alt sie war, aber die sah bedeutend jünger aus als meine Eltern. Sie lächelte mir zu und nahm mich einfach in den Arm: „Hallo Charlie, das ist ja nett von dir, dass du mit Ines feierst. Ines hat gestern den ganzen Tag von dir erzählt…“„Mama!“, unterbrach Ines ihre Mutter etwas peinlich berührt und Frau Karduck nickte kurz, lächelte und wandte sich wieder dem Kuchen zu, während sie weiter sprach: „Klaus und Renate kommen heute Abend auch noch vorbei.“Ines nickte und übersetzte: „Mein Onkel und Familie.“Dann sah Ines Mutter zu uns und fragte: “Ach, wollt ihr was trinken? Apfelschorle oder Wasser?“Ines schüttelte den Kopf und ich sagte: „Nein, Danke, Frau Karduck.“ Sie drehte sich daraufhin zu mir um, lachte auf und schüttelte den Kopf: „Bitte sag nicht ‚Frau Karduck‘ zu mir. Nenn mich einfach Birgit, ja?“„Okay.“, lächelte ich und dann rutschte mir die Frage einfach raus: „Wie alt sind sie eigentlich Birgit?“Wieder drehte sie sich um und sah mich belustigt an: „Du! Wie alt bist DU eigentlich Birgit, bitte!“, verbesserte sie mich und antwortete dann auch gleich: „Ich bin dreißig.“Ich rechnete gerade dreißig weniger vierzehn, was man mir wohl ansah und Ines lachte auf: „Ja, Mama war noch etwas Jung als ich kam. Ich war auch nur ein Unfall …“„Ines!“, fuhr Birgit herum und sah ihre Tochter entsetzt an. Diese zuckte nur mit den Schultern: „Ja war doch so!“Birgit sah erst ihre Tochter an, dann mich und schließlich lächelte sie ihre Tochter an: „Der beste Unfall, der mir je passiert ist, Kleines.“Ines lächelte und Birgit bereitete weiter den Kuchen vor. Wir standen noch ein paar Sekunden herum, bis Ines mir ihr Zimmer zeigte. Es war total klein und neben einem Bett, war dort nur eine lange Kommode an der Wand. Kein Tisch, keine Stühle, kein Sofa, kein Kleiderschrank, nicht mal ein Fernseher. Etwas überrascht betrat ich den Raum und Ines sah mir an, was ich dachte und wirkte etwas pikiert als sie erklärte: „Klein aber fein.“Ich nickte und setzte mich einfach auf ihr Bett. Sie blieb unschlüssig im Raum stehen und mir wurde klar, wenn ich gewusst hätte, wie es hier bei ihr aussah, hätte ich ihr lieber einen Ikea Gutschein geschenkt.„Oh Hey!“, wurde mir dabei klar und ich zog den Gutschein aus der Tasche und hielt ihn Ines hin. Sie lächelte und nahm ihn entgegen. Zog die Schleife ab und klappte ihn auf. Dann passierte erst mal gar nichts, ehe sie langsam die Karte sinken ließ und mich ungläubig anstarrte: „50 Euro?“Ich sah stumm zurück und fragte mich, was los war. Ich fand es ja eventuell etwas zu viel, besonders wenn ich jetzt sah, wie die beiden hier lebten. Ines schluckte, dann schüttelte sie den Kopf: „Das kann ich nicht annehmen, Charlie.“„Wieso nicht?“, fragte ich sie und sah sie verblüfft an. Ines entgegnete meinen Blick völlig perplex und lachte etwas hysterisch auf: „Weil es viel zu viel ist, Charlie.“Ich kniff die Augen zusammen und sah Ines ernst an: „Ich wär echt beleidigt, wenn du mein Geschenk ablehnen würdest.“Ines schluckte und schüttelte den Kopf: „Darum geht’s doch gar nicht, Charlie. Es ist total toll, auch wenn ich keine Ahnung habe, was das überhaupt für ein Laden ist. Aber ich kann dir niemals so ein Geschenk machen, ich hab einfach nicht so viel Geld. Von mir kannst du bestenfalls irgendwas peinlich Selbstgemachtes erwarten wie gehäkelte Socken, oder so.“„Du kannst Häkeln?“, fragte ich erstaunt, was Ines aber wohl für einen Witz von mir hielt und verloren auffuhr: „CHARLIE! Komm schon, du bringst mich in eine echt blöde Situation. Es ist mir peinlich und ich will nicht, dass du so viel Geld für mich ausgibst.“Ich nickte, dann stand ich auf und nahm ihr den Gutschein aus der Hand. Ihr Blick hing an dem Papier, als wäre es ein saftiger Knochen und sie ein kleiner ausgehungerter Hund. Sie wollte ihn haben, aber es schien ihr echt etwas auszumachen, dass sie es mir nicht vergelten konnte. Also seufzte ich auf: „Okay … also erstens hab ich das gar nicht bezahlt, sondern meine Mama. Zweitens würde sie echt krass beleidigt sein, wenn ich ihr sagen würde, dass du das Geschenk blöd findest …“Ines fuhr auf und wollte mich schon unterbrechen, weil es ja nicht daran lag, aber ich redete einfach weiter: „ … und genau das werde ich ihr sagen, wenn du diesen blöden Gutschein nicht nimmst.“Ines sah mich angestrengt an, versuchte in meinem Gesicht zu lesen, ob ich das ernst meinte. Dann seufzte sie, lächelte und nahm den Gutschein wieder, betrachtete ihn und schloss kurz die Augen. Als sie diese wieder öffnete, hatte ich kurz den Eindruck, als würde sie gleich losheulen. Offenbar war das Geschenk doch echt gut angekommen. Dann umarmte mich Ines fest und als sie mich wieder los ließ, fragte sie noch mal: „Was ist das denn überhaupt für ein Geschäft? Ich kenn die Adresse, aber ich kann mich nicht erinnern, da mal drin gewesen zu sein.“Ich lächelte verlegen, ehe ich antwortete: „Ich war da auch erst einmal drin … ist … ähhh, mehr was für Frauen. Also eigentlich nur … und n bisschen gehobener.“Ines sah mich erst irritiert an, dann machte sie plötzlich große Augen: „Der … Dessouladen neben dem Café in der Galerie?“Ich dachte kurz nach, dann nickte ich: „Ja, glaub schon.“Ines klappte der Mund auf und überflog noch mal ihr Geschenk ehe sie ungläubig aufsah: „Du schenkst mir einen Gutschein für Dessous?“Ich nickte einfach nur: „Findest du es blöd?“, frage ich verlegen.Ines lachte auf, hell und offen, ehe sie sich wieder beruhigte und mich ansah: „Ich hab … keine Ahnung … noch nie Gutscheine bekommen für Kleider … und jetzt 50 Euro für Dessous. Das ist echt krass, Charlie. Ich hab überhaupt keine Ahnung was es da so gibt und … sie sah auf ihre Brust: „Ich bezweifele, dass die da meine Größe haben.“Unter ihrem T-Shirt konnte man zwei sanfte Hügel erkennen, die schon etwas größer als die Bienenstiche von mir waren, aber eben auch nicht mal einen BH wert waren. Ich nickte und konterte: „Ich hab mir auch keine BH’s gekauft, sondern was anderes.“Ines sah mich fragend an und ich blickte zur Tür. Ihre Mutter konnte man noch in der Küche hantieren hören und so öffnete ich den Knopf der Hose und zog sie ein paar Zentimeter herunter, so dass das schwarze Spitzenhöschen zum Vorschein kam. Ines machte große Augen und ich sah ihr sofort an, was sie dachte. Ich zog die Hose schnell wieder hoch und lächelte ihr zu.Ines blieb stumm und ging dann zu ihrer Kommode, öffnete die Schublade ganz unten und warf einen Blick auf ihre Unterwäsche. Ich stellte mich daneben und sah genau das, was bei mir auch im Schrank – in den Kartons – rumlag. Meistens Baumwollhöschen, meist weiß, teilweise aber auch bedruckt mit Mustern oder Herzchen.Ines sah zu mir und lachte leise auf: „Das ist alles was ich habe.“Ich nickte: „War bei mir bis gestern auch noch so.“, gab ich zu.Ines schob die Schublade wieder zu und seufzte leise, dann schüttelte sie den Kopf: „Gehst du mit mir zusammen da hin?“Ich sah sie fragend an und sie erklärte sofort: „Ich würde mich niemals allein da rein trauen.“„Klar … gleich?“, fragte ich und Ines machte große Augen: „Im Ernst?“„Wenn du magst? Ist dein Geburtstag heute.“, stellte ich klar.Ines nickte heftig und strahlte mich an, dann war sie die nächsten Minuten total hibbelig, dass selbst ihre Mama zweimal fragte, was denn los sei. Ines sagte es nicht und egal warum sie es nicht tat, ich hielt auch die Klappe, weil sie schon einen Grund haben würde. Der Kuchen war echt lecker, auch wenn eingebackene Kirschen eher nicht so mein Ding waren. Nach dem Kuchen verabschiedeten wir uns und Birgit wirkte etwas bestürzt, dass wir nicht hier bleiben wollten. Erst als Ines klarstellte, dass wir nur kurz in die Stadt gehen würden und nachher wiederkommen würden, schenkte uns ihre Mutter wieder ein Lächeln. Mit der Straßenbahn brauchten wir nur 20 Minuten in die Innenstadt und bald darauf standen wir vor dem Dessouladen. Dann trat ich ein und stellte erst drinnen fest, dass Ines vor dem Laden stehengeblieben war. Ich ging wieder raus und sah sie fragend an. Sie lächelte verlegen und flüsterte schüchtern: „Ich trau mich nicht.“Lachend nahm ich sie an die Hand und betrat mir ihr zusammen den Laden. Erst jetzt wurde mir klar, dass ich gestern nur die Hälfte der Waren gesehen hatte. Mama hatte mich direkt zu den Höschen für mich mitgenommen, wo ich die ganze Zeit geblieben war. Aber es gab hier auch andere Sachen wie Mieder, BH’s, und auch solche Korsetts, wie das von Larissa, welches jetzt unter meinem Bett lag. Die meisten Dinge waren für Frauen, die eindeutig mehr Busen hatten als wir beide zusammen genommen. Selbst mit meiner Schwester würden wir nicht auf eines dieser B-Körbchen kommen. Trotzdem war es interessant sich das alles Mal anzusehen. Mein Blick fiel auf die beiden Verkäuferinnen, die uns skeptisch beäugten. Gestern war sofort eine zu meiner Mama gekommen und hat ihr ihre Hilfe angeboten. Jetzt schien man uns nur genau zu beobachten. Die Dame von gestern sah ich hier heute auch nicht.Ich zog die staunende Ines mit mir mit zu den Höschen und bog aber einen Gang zu spät ab. Hier waren zwar auch Höschen, aber diese waren deutlich anders als das, was ich gestern gesehen hatte. Alle die, die ich gekauft hatte, waren komplett geschlossen und hatten eben nur am Rand etwas Spitze. Sie waren alle samt schön aber unschuldig gewesen. Das, was wir jetzt sahen, war etwas anderes. Die Höschen waren teilweise transparent, so dass sie nichts verbargen. Manche hatten so wenig Stoff, dass ich mich fragte, was die überhaupt bedecken sollte. Ines stand mit leicht rotem Kopf neben mir und starrte auf die Auswahl vor uns. „Ich glaube, wir sind im falschen Gang.“, lächelte ich verlegen und fragte mich, wie Larissa wohl in so einem Höschen aussehen würde. Sofort verwarf ich den Gedanken an meine Schwester und ärgerte mich, dass ich jetzt an sowas dachte. Noch viel schlimmer fand ich, dass auch sofort bei dem Gedanken dieses Kribbeln zwischen meinen Beinen eingesetzt hatte. Ich zog Ines in den richtigen Gang und dann sahen wir, dass wir mit den 50 Euro gar nicht so weit kommen würden. Ein Höschen allein kostete schon fast 20 Euro – und das waren die günstigen.Ines suchte das Regal zweimal durch, dann entschied sie sich für ein knappes schwarzes Seidenhöschen ohne Spitze und sehr schlicht, aber dennoch sexy. Es kostete auch nur 15 Euro. Dann drehte sie sich zu mir um und fragte: „Ist es okay, wenn ich auch eins kaufe, das nicht für mich ist?“Ich sah sie irritiert an. Ines senkte den Blick und erklärte: „Ich glaube Mama würde sich wahnsinnig über so was freuen. Sie kauft sich so selten was neues und teure Unterwäsche schon gar nicht.“„Du willst echt von deinem Geschenk etwas für deine Mama kaufen“, fragte ich überrascht.Ines nickte: „Nur wenn das okay ist für dich.“Ich zuckte mit den Schultern, dann nickte ich: „Klar, ist dein Geschenk.“Meine rotblonde Freundin nickte glücklich und griff dann so zielstrebig nach einem Höschen, das mir klar wurde, dass sie es schon die ganze Zeit kaufen wollte. Es war auch nicht in der Größe S sondern M. Außerdem kostete es 40 Euro. Ich sah verblüfft zu wie Ines mit den beiden Teilen strahlend zur Kasse ging und konnte es nicht fassen. Dieses Mädchen gab fast ihr ganzes Geburtstagsgeschenk für ihre Mutter aus. Allein auf die Idee würde ich niemals kommen, jedoch fragte ich mich in dem Moment, wie es wohl wäre, wenn meine Mama alleinerziehend wäre und uns das Geld nicht so locker säße wie sonst.Ines bezahlte die 5 Euro extra selbst und ließ das teure Höschen als Geschenk verpacken. Dann verließen wir den Laden und ich lud sie noch auf eine Kugel Eis ein. Während wir durch die Innenstadt liefen redeten wir weiter über unsere Leben, bevor wir uns kennengelernt hatten. Ich erfuhr, dass Ines ihren Papa erst 2 Mal gesehen hatte. Er interessierte sich überhaupt nicht für seine Tochter. Ich fand das richtig schlimm, aber Ines winkte nur ab. Sie kannte es nicht anders und mochte ihren Vater auch nicht sonderlich. Ich erzählte ihr von meinem Sport und dass ich mir hier noch einen Tennisverein suchen wollte. Ich erklärte ihr gerade die Regeln von Tennis, die sie nicht wirklich zu kennen schien, als uns plötzlich von hinten jemand an uns heran trat: „Na wenn das nicht mal Pumuckl und die Neue sind …“Wir drehten uns um und hinter uns stand Jan, der uns breit angrinste. Ich sah irritiert zwischen ihm und Ines her und fragte dann ärgerlich: „Hast du Ines gerade wirklich Pumuckl genannt?“Jan sah mich offen an und nickte: „Ja … klar … machen doch alle.“Ich sah zu Ines, die nur die Augen verdrehte und mir zunickte. Dann sah ich wieder zu Jan und drückte ihm meinen Zeigefinger gegen die Brust: „Schön … dann bist du der erste, der damit aufhört, klar?“Jan sah mich überrascht an, dann sah er zu Ines und nickte kurz: „Wenn du meinst.“„Ja, mein ich.“, sagte ich schärfer als ich wollte. Jan räusperte sich und sagte leiser: „Alles klar, ich nenn sie nicht mehr Pumuckl und du gehst mit mir ins Kino, okay?“„Was?“, fragte ich so verblüfft über diesen Satz, dass ich Jan total perplex anblickte.„Kino! Das ist so n großer Saal wo mit einem Projektor Filme gezei …“, begann er, doch ich unterbrach ihn schnell: „Ja du Nase, ich weiß was ein Kino ist. Ich komm vom Bodensee, nicht aus Afrika.“„Hey, in Afrika haben sie auch Kinos.“, grinste Jan und ich seufzte genervt: „Warum sollte ich mit dir ins Kino gehen?“„Weil ich dich höflich gefragt habe?“, argumentierte Jan. Ich schüttelte den Kopf: „Du hast mich nicht gefragt, du hast mir ein Geschäft vorgeschlagen.“Jan dachte kurz nach, dann nickte er und erklärte: „Ich nenn Ines nie wieder Pumuckl, egal ob du mit mir ins Kino gehst oder nicht. Besser?“Langsam nickte ich und Jan lächelte mir zu: „Also wann?“„Moment … ich hab nicht ja gesagt.“„Du hast genickt.“„Ja bezogen darauf, ob die Frage jetzt besser war.“, stellte ich klar. Jan seufzte, dann sah er mich hoffend an: „Also, gehst du mit mir ins Kino?“Ich presste die Lippen zusammen und sah zu Ines, die kreidebleich neben mir stand und mich anstarrte. Was hatte sie denn jetzt? Jan war Annas Schwester, also hatte sie vielleicht Angst, ich könnte mich den anderen anschließen? Oder hatte sie was für Jan übrig? Ein heimlicher Schwarm? Sie hatte gestern auf dem Hof schon so krass reagiert, als ich mich nach Jan erkundigt hatte. Der Tag war so schön bisher und Ines hatte heute Geburtstag. Egal was mit Jan war, er war mir nicht so wichtig, dass ich Ines warum auch immer den Tag versauen würde. Also schüttelte ich den Kopf: „Ne, ich glaub eher nicht. Sorry.“„Wie … wirklich nicht? Ich lade dich auch ein? Oder wir gehen mal Pizza essen?“, versuchte er es schnell.Ich wandte mich ab und nahm Ines bei der Hand, ehe wir zusammen weiter gingen. Jan blieb zurück und ich hörte ihn noch irgendwas sagen, was ich nicht mehr verstehen konnte. Es klang aber nicht böse, nur enttäuscht.Wir hatten schon die Straßenbahn erreicht, als Ines mich plötzlich ansprach: „Der hat dich echt um ein Date gebeten und du hast ihm abgesagt? Warum?“Ich blickte Ines an und sofort war mir klar, dass sie nicht begreifen konnte, wie um alles in der Welt man ein Date mit Jan ausschlagen konnte. Offenbar hätte Ines anders reagiert. Ich lächelte und sah Ines an: „Weil ich weiß, dass du gerne mit ihm ins Kino gehen würdest.“Ines lief knallrot an. Treffer und versenkt. Anstelle sich wieder rauszureden flüsterte sie leise: „Woher weißt du das?“„Süße, das konnte man dir gerade sowas von ansehen.“, lachte ich leise. Ines schluckte und fragte mich dann: „Also … glaubst du, er weiß es?“„Was?“„Na das ich gerne mit ihm ausgehen würde …“, fragte sie schüchtern. Ich dachte nach, aber eigentlich waren Jungs da immer ein wenig begriffsstutzig. Daher schüttelte ich den Kopf. Ines seufzte erleichtert und flüsterte dann – was total überflüssig war: „Und … wärst du mit ihm ins Kino gegangen, wenn ich nicht so geguckt hätte?“Ich zuckte mit den Schultern, dann erklärte ich: „Weiß nicht … wie viele Freundinnen hatte er schon? Bestimmt wäre ich das 210 Mädchen, die er mit der Tour rumbekommt.“Ines sah mich irritiert an und mir wurde klar, dass ich Jan eventuell falsch eingeschätzt hatte. Dann stellte Ines klar: „Er hatte erst eine Freundin und die ist nach 2 Wochen weggezogen, nach Berlin. Die meisten Mädchen finden Jan total süß, aber er findet schon mal alle blöd, die seiner Schwester hinterherlaufen … was nun mal bis auf uns beide fast alle anderen Mädchen sind.“„Okay.“, nickte ich und fragte dann: „Und hast du ihn mal nach nem Date gefragt?“Ines blieb stehen, sah mich einen Moment stumm an und lachte dann kurz auf: „Witzig, Charlie. Der Quaterback mit der Außenseiterin. Das gibt’s nur im Kino … und auch nur in diesen schlechten amerikanischen Filmen.“Ich zuckte mit den Schultern: „Na und. Abgesehen von deinem Ruf, bist du doch nett und echt hübsch.“Wieder blieb Ines stehen und ihre Wangen nahmen einen leichten Rotton an: „Findest du?“Ich nickte und blieb ebenfalls stehen, dann ging ich zu ihr und sah ihr in die Augen: „Wenn ich ein Junge wäre, ich könnte dir stundenlang nur in diese megakrassen Augen gucken.“Ines lächelte und wandte den Blick ab: „Ja, gut, meinen Augen sind ganz okay, aber meine Haare sind …“„Toll! Ich liebe deine Haare!“, lachte ich auf und strich ihr mit der Hand durch die rotblonde Mähne.„Hör auf … du machst mich voll verlegen.“, flüsterte Ines beschämt und sah dann an sich herab: „Ich hab wie du sehen kannst, überall so kleine Sommersprossen … sogar auf den Schultern bis auf den Rücken und den Brustansatz.“„Ich finde Sommersprossen süß.“, lachte ich auf und Ines seufzte lächelnd. „Wie schade, dass du kein Junge bist …“Ohne darüber nachzudenken lachte ich auf: „Wie schade das du keine Lesbe bist.“Ines machte große Augen und sah mich erschrocken an. Ich erwiderte ihren Blick ernst und stellte klar: „Das war ein Witz!“Ines nickte langsam, dann gingen wir weiter bis Ines plötzlich fragte: „Hast du schon mal was mit einem Jungen gehabt?“Ich schüttelte den Kopf: „Nein du?“„Nein, nicht mal geküsst.“, gab sie zu und fügte dann an: „Aber das ist okay. Den Mist, den Anna und ihre Tussis auf dem Schulhof erzählen, musst du erst gar nicht glauben. Da stimmt eh 99% von nicht. Ich wette, aus unserer Klasse hat noch kein Mädchen ihren ersten Kuss bekommen.“„Falsch.“, lächelte ich in mich hinein.Ines sah mich fragend an: „Ach … wer denn bitte … und woher solltest du das wissen?“Ich grinste nur und Ines schaltete schnell, blickte mich dann aber irritiert an: „Wie, ich denke du hattest noch nie was mit einem Jungen?“‚FUCK!‘, mein Gesichtsausdruck versteinerte für einen Moment und diesmal schaltete Ines, oder zumindest nahm sie die Möglichkeit in Betracht: „N‘Mädchen?“, fragte sie ungläubig.Ich sah sie erschrocken an und schüttelte den Kopf, aber wie letztens bei ihr, durschaute sie mich: „Du hast mit einem Mädchen rumgemacht?“„Nein, nicht rumgemacht … nur geküsst!“, sagte ich bestimmt, bevor mir klar wurde, dass man das gestern sehr wohl als rummachen interpretieren konnte.„Bist du lesbisch?“, fragte Ines sofort.„NEIN!“, rief ich erschrocken aus und schüttelte vehement den Kopf: „Das war nur Spaß!“Ich spürte ihren Blick auf mir liegen und dann fragte sie mit deutlicher Neugierde in der Stimme: „Und? Wie war das?“Ich sah auf, da Ines einen halben Kopf größer war als ich und lächelte verlegen: „Ehrlich?“Sie nickte schnell. Ich zögerte, dann sagte ich leise: „Also … ich bin echt keine Lesbe … aber … es war unglaublich. Wenn ich nur daran denke, kribbelt es überall und … naja … ich denke, dass es mit einem Jungen genauso schön sein dürfte, aber das kann ich noch nicht sagen.“Ines sah mich weiterhin gespannt an, dann nickte sie: „Wer war sie?“Ich schwieg und Ines begriff, dass ich es ihr nicht sagen wollte. Die einfahrende Straßenbahn unterbrach dann unser Gespräch und die anderen Mitfahrer unterbanden jegliches Gespräch über diese Themen. Zu Hause bei Ines waren wir dann wieder mit ihrer Mama zusammen und unterhielten uns wieder über die Schule. Krass war, dass ihre Mutter genau im Bilde war, was da abging und Ines ihr einfach alles erzählte. Während des Gespräches sah mich Birgit immer wieder liebevoll an, was mir zeigte, wie viel ihr es bedeutete, dass ich mich mit Ines angefreundet hatte und nicht auf den Rest der Klasse hörte. Schließlich gab Ines ihrer Mama die Box aus dem Dessouladen. Birgit sah sie verwundert an, denn sie kannte das Logo auf dem Karton offenbar. Dann öffnete sie die Schachtel stirnrunzelnd und als sie den Inhalt sah, legte sie vor Unglauben eine Hand auf den Mund.„Ich hab gedacht, weil du das ganze Geld immer für mich ausgibst, dass ich dir auch mal eine Freude machen sollte. Ich weiß, ist mein Geburtstag, aber du sollst auch was davon haben.“Birgit nahm das Höschen aus der Schachtel und sah dann peinlich berührt zu mir. Ines klärte sie direkt auf: „Sie war beim Kauf dabei, sie weiß es also eh.“Birgit nickte und betrachtete dann das Höschen, ehe sie fragte: „Wie kommst du dazu, mir sowas zu kaufen? Wie teuer war das denn überhaupt.“„Ich hab 5 Euro bezahlt.“, erklärte Ines und hatte dabei nicht mal gelogen. Birgit war aber nicht auf den Kopf gefallen und sah ihre Tochter ernst an: „Ines?“Ines seufzte und blickte kurz zu mir ehe sie erklärte: „Ich hab zum Geburtstag von Charlie einen Gutschein für den Laden bekommen. Davon hab ich was für mich und für dich gekauft.“„Ehrlich?“, fragte Birgit nun strenger als angebracht war und sah dann mich an. Ich runzelte die Stirn, bis mir klar wurde, was man Ines in der Schule vorwarf, dann nickte ich schnell.Birgit nickte ebenfalls, dann sah sie ihre Tochter an und fragte noch mal: „Ihr habt sie wirklich gekauft, ja?“„Ja, Mama.“, erklärte Ines und griff in die Tasche und zog eine Quittung hervor. Birgit schüttelte den Kopf: „Nein … wenn du mir das sagst, dann glaub ich dir das. Steck das da weg.“Die Quittung verschwand wieder in der Tasche und Brigit sah mich über den Tisch an: „Du schenkst meiner Tochter einen Gutschein für einen Dessous Laden?“Ich räusperte mich und nickte dann. Birgit grinste und schüttelte den Kopf: „Ist das heutzutage normal für 14 Jährige? Also damals hab ich noch mit Puppen gespielt, als ich 14 war.“„Voll normal!“, log ich.Birgit warf mir einen vielsagenden Blick zu der mich lügen strafte, aber sie war mir nicht böse, stattdessen sah sie zur Tüte, die auf dem Boden stand und fragte Ines: “Was hast du gekauft?“Ines zögerte nur kurz, dann holte sie ihren Einkauf heraus und gab ihn ihrer Mama. Dieser war sofort klar, dass dieses Stück kaum mit ihrem Geschenk in der Box mithalten konnte. Also fragte sie mit Blick auf die Tüte: „Und was noch?“Ines schüttelte den Kopf: „Das war es.“Langsam wurde Birgit klar, dass ihre Tochter ihr das teurere Geschenk gemacht hatte, als sich selbst. Birgit starrte auf das Höschen, dann auf ihre Tochter und schluckte schwer. Im nächsten Moment stand sie einfach auf, ging um den Tisch und nahm ihre Tochter fest in den Arm: „Du bist was ganz besonderes, weißt du das, Schatz?“In dem Moment, musste ich selbst tief Luftholen, dass ich nicht anfing zu heulen. Ich liebte meine Mama, aber diese Verbundenheit zwischen Ines und Birgit, hatten wir nicht. Ich war zugegebenermaßen ein bisschen Eifersüchtig!Zusammen mit Ines verdrückten wir uns in ihr Zimmer. Wir hatten so viel aus unserem Leben zu erzählen, es kam mir vor als würden wir zwei Leben brauchen. Die Zeit verflog schnell und irgendwann klingelte es an der Tür. Wir verließen das Zimmer und dann lernte ich Klaus, Renate, Ben und Elisabeth kennen. Ben war schon 17 und Elisabeth wie meine Schwester 15. Klaus war der ältere Bruder von Birgit. Älter war aber tatsächlich ernst gemeint, wenn zwischen den beiden lagen sicher 10 Jahre. Wir setzten uns in die kleine Wohnküche und aßen zusammen den Kuchen auf. Dann gab es noch ein Geschenk für Ines: Eine Hose und das passende Oberteil dazu. Es war nichts Besonderes, aber Ines freute sich ehrlich darüber – allerdings nicht so sehr wie über mein Geschenk, nahm ich fröhlich zur Kenntnis.Ines, Ben, Elisabeth und ich verdrückten sich wieder in das kleine Zimmer meiner neuen Freundin. Die beiden waren voll okay und nach ein paar Minuten war das Eis zwischen uns gebrochen. Ben war etwas zurückhaltender, was aber vermutlich daran lag, dass wir Mädchen das Gesprächsthema bestimmten. Elisabeth – oder ‚Lissy‘ wie die anderen sie nannten – erzählte über irgendwen eine Geschichte, den wohl auch Ines kannte. Dann kam das Thema zurück auf den Geburtstag und Lissy erkundigte sich nach anderen Geschenken. Ines lächelte, griff zur Tüte und verharrte dann, als ihr Blick auf Ben fiel. Dann aber warf sie die Bedenken über Bord und zog das Höschen hervor.Lissy nahm es ihr ab und nickte anerkennend: „Schick!“, erklärte sie eindeutig mit Neid in der Stimme. Dann fragte Ines Cousine weiter: „Und was noch?“Ines warf mir einen flehenden Blick zu und log dann: „Die bekomme ich erst morgen von den anderen.“Mir war klar, dass es keine anderen geben würde, aber natürlich hielt ich die Klappe. Offensichtlich wussten Ben und Lissy nichts von Ines schwerer Bürde in der Schule.Ich hatte den Eindruck, dass Ben mir immer wieder einen Blick zuwarf, aber er sagte nie was. Nach einer Stunde gingen die Besucher wieder und wir waren wieder allein im Zimmer. Ines setzte sich neben mir aufs Bett und seufzte zufrieden: „Gestern noch hätte ich mir nicht träumen lassen, dass mein Geburtstag so toll werden würde.“Ich lächelte nur und nickte dann: „Ist doch super, wenn du es schön fandst.“Ines hob unvermittelt den Kopf und sah mich ernst an: „Schön? Das ist stark untertrieben. Also nix gegen meine Mama, aber den Tag mit dir zu verbringen, war … ich kann es gar nicht beschreiben.“„Gern geschehen!“, lächelte ich glücklich und Ines sah mich grinsend an: „Ich könnte dich Knutschen!“Ich lachte auf: „Mach doch. Wäre ja nicht das erste Mal für mich.“Ines sah mich erschrocken an und ich wollte gerade wieder mal erklären, dass es ein Spaß war, da beugte sie sich einfach zu mir und küsste mich auf den Mund. Nur flüchtig, aber trotzdem waren wir uns für einen Moment sehr nah und ich konnte den Duft ihrer Haare riechen. Fast hätte ich nachgelegt, aber ich hielt mich zurück, leckte mir aber langsam über die Lippen.Ines lief wieder etwas rot an, was ihr ganz gut stand, fand ich. Dann zeigte ich auf das Höschen, was auf dem Boden lag und nickte ihr zu: „Zieh doch mal an.“Ines nickte und kletterte vom Bett, dann schnappte sie sich das Höschen und verließ das Zimmer. Eigentlich hatte ich gemeint, sie sollte es hier anziehen und eigentlich verstand ich nicht, warum ich so enttäuscht war, dass sie es nicht tat. Ich dachte darüber nach und an den Kuss gerade. Der Wunsch Ines einfach festzuhalten und noch mal zu küssen, war zwar nur ein Gedanke gewesen, aber ein zugegebenermaßen sehr prickelnder. Ich räusperte mich und schluckte. Was war denn jetzt los? So war ich doch sonst nie. Erst meine Schwester, dann Ines … und alles Mädchen. Ich fuhr mir mit der Hand über das Gesicht und rieb mir über die Augen. Zogen mich Mädchen vielleicht doch mehr an? Und wenn ja, war das dann schlimm? Ich meine, ich war doch keine Lesbe … ich war doch normal, oder?So grübelte ich noch weiter als Ines schon wieder das Zimmer betrat. Ob sie das Höschen nun trug konnte ich nicht sehen, da sie ihre Klamotten wieder anhatte. Sie grinste nur und flüsterte: „Passt total gut und sieht super aus!“Ich sah sie auffordernd an: „Ja … zeig!“Ines blickte mich irritiert an, dann fragte sie: „Wie jetzt? Du meinst … hier, jetzt?“Ich hatte ein Déjà-vu. Gestern hatte ich Larissa die ähnliche Frage gestellt. Ich grinste, sie nickte. Ines wirkte unsicher und dachte lange nach, dann nickte sie und anstelle wie bei uns die Tür abzuschließen, rief sei einfach durch die Wohnung: „Mama, bitte nicht stören, ja?“„Okay!“, erklang die Stimme aus dem Wohnzimmer und der Fernseher wurde plötzlich lauter. Wieder ein Zeichen dafür, wie krass das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter hier war. Ines schloss die Tür – aber nicht ab – und drehte sich zu mir um. Dann druckste sie ein wenig herum als sie leise flüsterte: “Aber … du … darfst nicht lachen, ja?“„Warum sollte ich?“, fragte ich offen. Ines winkte ab und öffnete die Knöpfe ihrer Jeans, dann zog sie die Hose aus und warf sie achtlos auf die Kommode hinter sich. Das Höschen konnte ich trotzdem nicht sehen, weil ihr T-Shirt noch darüber hing. Sie hob es bis zum Bauchnabel hoch und ich nickte anerkennend. „Scheint echt gut zu sitzen.“, stellte ich fest.Ines grinste: „Ja und fühlt sich total seltsam auf der Haut an. So samtig weich.“Ich betrachtete die langen schlanken Beine des Mädchens vor mir, dann ihren Bauch und schließlich sagte ich leise: „Zieh mal das Shirt aus.“Ines sah mich fragend an und ich erklärte: „Ich würde so gern mal die Sommersprossen sehen.“, gab ich zu.Ines lächelte, dann flüsterte sie: „Das ist nicht schön.“„Finde ich schon.“, konterte ich und stand vom Bett auf: „Komm zeig mal.“Das rotblonde Mädchen verlagerte ein paar Mal das Gewicht von dem einem auf das andere Bein, während sie überlegte. „Bitte!“, flehte ich nun regelrecht und Ines seufzte resigniert auf. Schließlich zog sie sich das Shirt aus und hielt es sich vor ihre Brüste. Ich ging zu ihr und betrachtete ihre Schultern. Tatsächlich waren hier überall Sommersprossen, aber es waren nicht so viele wie ich erwartet hatte. Ich ging langsam um sie herum. Bis zu den Schulterblättern reichten die rötlich braunen winzigen Tupfer und ich streckte meine Hand aus und streichelte darüber. Ines drückte den Rücken durch und drehte den Kopf zu mir: „Was machst du?“„Nix …“, erklärte ich und streichelte weiter über ihre Schulter bis hinunter zum Schulterblatt: „… total schön!“„Machst du dich jetzt lustig?“, fragte sie unsicher.„Nein!“, sagte ich ernst und trat ganz hinter sie. Mir fiel auf das ich viel schwerer Luft bekam und ich überlegte, ob ich nicht besser meine Finger von ihr lassen sollte. Dann entschied ich mich dagegen und ging noch einen Schritt weiter. Meine Lippen legten sich zwischen ihre Schulterblätter und küssten die Haut. Ines erstarrte und flüsterte: „Was machst du da, Charlie?“„Sorry … “, flüsterte ich und gab dann zu: „Wollte wissen, ob Sommersprossen einen Geschmack haben.“Ines lachte unsicher auf: „Und?“Ich beugte mich noch mal zu ihr und leckte ihr kurz über den Nacken. Ines keuchte auf und drehte sich erschrocken um: „Hey!“Ich leckte unbeeindruckt von ihrer Reaktion mit der Zunge über meine Lippen und wiegte wie ein Weinverkoster den Kopf leicht hin und her. Dann seufzte ich: „Nö, irgendwie normal. Aber ich hab keinen Vergleich.“„Hä?“, fragte Ines und sah mich irritiert an. Ich lachte auf: „Na der Geschmack deiner Haut ohne Sommersprossen.“„Du bist bekloppt, Charlie.“, lachte sie herzlich auf. Dann ging ich vor ihr auf die Knie und leckte ihr über den Buchnabel, und auch dadurch. Ines bewegte sich kein bisschen und als ich wieder aufstand starrte sie mich nur ungläubig an. Ich schüttelte locker den Kopf: „Also laut meiner Meinung, haben Sommersprossen keinen Eigengeschmack.“Langsam begann Ines den Kopf zu schütteln, dann sah sie mich ernst an und zog sich das Shirt wieder über den Kopf: „Normal bist du aber auch nicht, oder?“„Wieso … weil ich wissen will, wie Sommersprossen schmecken?“, fragte ich offen. Ines lachte kurz auf, dann seufzte sie und wusste auch nicht was sie darauf erwidern sollte. Dann ging sie zum Bett und zog ein Buch unter dem Kissen hervor: „Das kommt auf die Liste der beklopptesten Dinge, die mir in meinem Leben passiert sind.“„Was ist das?“, fragte ich und zeigte auf das Buch in dem Lederumschlag. Ines lächelte: „Mein Tagebuch.“Ich lächelte, dann ging ich zu ihr und setzte mich neben sie, jedoch schlug sie das Buch sofort wieder zu. Ich sah sie neugierig an und fragte: „Steht da was schlimmes über mich drin?“Ines grinste: „Noch nicht!“„Darf ich lesen was du über mich geschrieben hast?“, fragte ich nach. Ines schüttelte den Kopf und sagte dann: „Ist eh nur ein Satz.“Ich nickte und wartete bis Ines ihren Eintrag gemacht hatte. Dann legte sie das Buch weg und stand auf. Ich schaute durch das Fenster nach draußen auf die Straße und Ines stellte sich hinter mich und legte mir plötzlich eine Hand auf die Schulter. Ich drehte den Kopf, konnte sie aber nicht sehen weil sie genau hinter mir stand als sie Fragte: „Charlie?“„Hmmmm?“„Danke!“Ich lächelte: „Für den Geschmackstest? Den hättest du auch selbst schon machen können.“Ines klang amüsiert: „Sehr witzig! Nein … für den wunderschönen Tag.“Ich drehte mich zu Ines um und sah ihr in die Augen. Sie blickte erst an mir vorbei aus dem Fenster und dann trafen sich unsere Blicke. Der Wunsch sie in diesem Moment zu küssen wurde übermächtig und ich gab dem Drang das erste Mal nach. Als ich meine Lippen von dem zarten aber harmlosen Kuss mit ihr zurückzog, hatte Ines ihre Augen geschlossen. Sie atmete schwer und nach ein paar Sekunden hob sie ihre Hand und befühlte ihre Lippen vorsichtig mit Zeige- und Mittelfinger, als hätte ich sie bei dem Kuss verletzt.Dann öffnete sie die Augen und sah mich leicht weggetreten an, sagte kein Ton. Wir blickten uns einfach weiter an, bis sie nach gefühlten Ewigkeiten fragte: „Hast du dich jetzt in mich verliebt, Charlie?“Ich dachte darüber nach, dann zuckte ich mit den Schultern: „Weiß ich nicht.“Ines nickte schwer und blies die Luft aus den Lungen, während sie sich durch die Haare fuhr und den Kopf dabei einmal kurz schüttelte, wie es Mädchen halt manchmal taten. Der Drang sie noch mal zu küssen wurde wieder übermächtig, aber ich hielt mich zurück. Ines blickte mich an und sah dass ich mit mir haderte: „Was ist los?“Ich blickte auf, dann sprach ich es einfach aus: „Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht was mit mir los ist in der letzten Zeit. Ich war früher nicht so und jetzt stehst du vor mir und ich … will dich einfach nur küssen.“„Echt?“, flüsterte Ines verlegen. Ich nickte und wandte dann den Blick ab und drehte mich zum Fenster um, um raus zu schauen: „Ich fühl mich seltsam. Ich hab Angst lesbisch zu sein, aber irgendwas ist mit mir und ich kann es nicht kontrollieren.“Ines sagte nichts und so schwiegen wir ein paar Sekunden, ehe ich mich langsam wieder beruhigte und runter kam. Dann drehte ich mich um und der Drang sie zu Küssen war fort. Erleichtert lächelte ich ihr zu und sagte leise: „Du hältst mich jetzt sicher für bescheuert, oder ne Lesbe … oder beides.“„Bisschen von beidem.“, gab sie offen zu, wirkte aber nicht so als würde es ihr etwas ausmachen. Dann flüsterte sie mir zu: „Es ist mir auch egal.“„Was?“„Wenn du lesbisch und bekloppt wärst. Du bist die erste Freundin die ich seit Jahren habe. Von mir aus könntest du die Pest haben, ich würde dich nicht vor die Tür setzten.“Ich lächelte unglücklich: „Ich hab gestern fast mit meiner Schwester geschlafen.“, gab ich zu.Ines machte große Augen und öffnete den Mund um etwas zu sagen, bekam dann aber kein Wort heraus. Ich fragte mich ob es gut war ihr das zu sagen, aber andererseits war ich froh, dass ich es überhaupt jemandem sagen konnte. Dann sah ich sie an und flüsterte: „Jetzt hältst du mich doch für bekloppt, oder?“Ines nickte: „Ein bisschen mehr als eben noch. Aber wie gesagt … es ist mir egal.“, dann dachte sie nach und fragte: „Aber mehr kommt da nicht mehr, oder?“Ich antwortete ich mit ihren eigenen Worten: „Noch nicht.“„Gut!“, antwortete sie und nickte mir zu. Ich sah ihr nach, wie sie zum Bett ging und ihr Buch wieder aufschlug. Dann begann sie zu schreiben und es wäre gelogen wenn ich gesagt hätte, dass es mir nicht unter den Fingernägeln brannte, zu wissen was sie da schrieb. Also fragte ich schnell: „Was schreibst du da?“„Och nur ein paar Punkte auf der Liste der Beklopptesten Dinge die mir bisher in meinem Leben passiert sind.“Ich sah sie fragend an, aber sie schrieb erst in Ruhe zu Ende und sah dann auf. Bisher hatte ich über die letzten 5 Jahre drei Einträge in der Liste, ab heute sind es sechs.Ich lächelte und ging zu ihr, dann nahm ich ihr das Buch aus der Hand, klappte es zu und legte es vorsichtig neben uns. Dann setzte ich mich vorsichtig auf ihren Schoß und sah ihr in die Augen: „Mach 7 draus!“„Hä, wie meinst du …“, begann sie noch als ich mich über sie beugte und sie mit dem Oberkörper auf das Bett herunterdrückte. Dann küsste ich sie richtig. Es war nicht wie gestern mit Larissa. Es war unbeholfener, weil wir beide nach den ersten Berührungen unserer Lippen wie Espenlaub zitterten. Trotzdem küssten wir uns weiter, bis ich begann mit der Zunge über ihre Lippen zu lecken. Bei dem Versuch meinen Namen zu flüstern, öffnete sie ihre Lippen und ich drang in sie ein. Sie keuchte auf und krallte sich mir den Händen in die Bettdecke, während ich zärtlich über ihre Zunge leckte. Dann trennte ich den Kuss und hob den Kopf wieder.Ines lag mit geschlossenen Augen unter mir und atmete schwer. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie die Augen wieder öffnete und mich entrückt anblickte. Dann streckte sie die Hand aus und streichelte mir über die Wange, ohne ein Wort zu sagen, aber auch ohne den Blick von mir zu lassen. Ihre Hand fuhr weiter von der Wange zu meinem Ohr und mit einem Finger umspielte sie meine Ohrmuschel, ehe sie tief Luft holte und amüsiert flüsterte: „Gib mir mal das Buch.“Ich gab es ihr und im Liegen ergänzte sie die Liste. Dann blätterte sie weiter durch und drehte es um. Ich sah den Eintrag mit dem Datum von gestern. Montag: Ich kann es kaum erwarten bis die Schule wieder losgeht – Ironie!!!!Alles Scheiße und wenn Mama nicht wäre, würde ich schon längst vom 10m Turm im Schwimmpark gesprungen sein – wohlgemerkt ist da gerade kein Wasser im Becken! Mama sieht wie es mir geht, aber immer wenn sie mich fragt, sag ich ihr es ist okay, weil ich weiß, dass sie hier nicht weg kann. Sie hat diesen Job und einen anderen zu finden wäre nicht möglich.Ich stehe jetzt auf und habe wie jedes Mal nach den Ferien die Hoffnung, dass es besser werden könnte. Irgendwie … irgendwann.WOW!!! Heute war ein krasser Tag! – KEINE IRONIEIch glaub ich hab eine neue Freundin und ihr Name ist Charlie. Sie ist total anders als die anderen Mitläufer und obwohl sie weiß was los ist, hat sie sich nicht von mir abgewendet. Es wird nicht lange dauern, bis es doch passieren wird (vermutlich) aber das heute war der beste Tag seit Ewigkeiten! Sie kommt morgen auch zu meinem Geburtstag und ich könnte vor Glück ausrasten. Charlie ist klug, hübsch und hat Sprüche drauf … da können sich alle anderen warm anziehen. Selbst Anna die blöde Schlampe ist ihr nicht gewachsen. Obwohl sie Charlie fies beleidigt hat, hat sie es einfach so weggesteckt. Keine Ahnung was wird, aber wenn Charlie meine Freundin wird, dann wird alles gut!Ich legte das Buch weg und starrte Ines ungläubig an: „So siehst du mich?“ Ines lächelte verlegen und nickte dann. Ich selbst sah mich überhaupt nicht als dieses starke Mädchen, die hier beschrieben wurde. Dann klopfte es an der Tür und Ich stieg schnell von Ines herunter. „Ja!“, rief sie und die Tür ging auf. Birgit schaute ins Zimmer und sah uns freundlich an: „Charlie, willst du bei uns zu Abend essen?“Ich sah zu Ines, die eifrig nickte und so nickte ich ebenfalls. Dann fragte ihre Mama: „Wann wirst du denn überhaupt abgeholt?“„Ich muss anrufen, dann holt mich meine Mama ab.“, erklärte ich und Ines schlug vor: „Oder du schläfst einfach hier.“Ich sah zu Ines und ihre Augen funkelten bei den Worten. Ihre Mama dachte kurz nach, dann sprach sie: „Also … von mir aus würde das gehen, wir haben noch eine Einwegzahnbürste hier. Aber wenn ihr das wollt, dann müsst ihr das mit Charlies Eltern klären. Und ihr macht die Nacht nicht durch … morgen ist Schule.“Ines nickte und ich überlegte ob das so eine gute Idee war. Andererseits … was sollte schon passieren. Sicher nichts was wir nicht wollten. Aber genau das war es, was mir ein bisschen Angst einjagte. Trotzdem nickte ich und zog mein Handy hervor, ehe sich Birgit mit den Worten: „Sieht übrigens echt sexy aus …“, zurückzog. Ines stand sofort auf und zog sich die Hose wieder über die nackten Beine, während ich meine Mama anrief. Sie meldete sich mit den Worten: „Ach du rufst ja doch noch mal an, hab schon gedacht du wolltest da bleiben.“Etwas zerknirscht sagte ich: „Also wenn das okay wäre, würde ich das wirklich gerne machen.“Kurzes Schweigen in der Leitung, dann fragte meine Mama: „Ist es wegen Larissa? Die ist heute nach Hause gekommen und sofort auf ihr Zimmer verschwunden.“„Nein, alles gut. Ich wurde von Ines eingeladen und ihre Mama hat schon gesagt das es okay wäre.“, bestätigte ich.„Na gut … aber ich bring dir eben noch frische Sachen und deine Kulturtasche vorbei.“, erklärte sie und ich seufzte genervt auf: „Mama … komm schon. Die Sachen habe ich Gestern erst angezogen.“„Keine Wiederworte … außerdem will ich die Eltern von Ines kennenlernen bevor du da übernachtest.“„Okay …“, seufzte ich und warf Ines einen genervten Blick zu, dann legte ich mit den Worten: „Bis gleich.“, auf. Ines sah mich traurig an: „Darfst nicht?“Ich schüttelte den Kopf: „Doch, aber Mama will mir meine Sachen für morgen vorbeibringen und deine Mama kennenlernen.“So geschah es auch. Nachdem Ines ihrer Mama erklärt hatte, dass meine Mama gleich hier aufschlagen würde, begann sie plötzlich wie von der Tarantel gestochen alles aufzuräumen, obwohl das völlig übertrieben war. Schließlich kam nicht nur meine Mama, sondern auch Papa und brachten direkt eine Flasche Wein mit, die gleich auch noch getrunken wurde. Erst zwei Stunden später fuhren meine Eltern wieder und wir mussten uns Bettfertig machen, weil es schon nach 21 Uhr war. Wir zogen uns also getrennt voneinander um und putzten nur die Zähne gemeinsam. Dann brachte uns Ines Mama ins Bett … was Ines Mega-peinlich war. Eine Minute später war das Licht aus und wir hörten nur noch den Fernseher im Wohnzimmer schwach durch die Tür. Ansonsten war da nur mein pochendes Herz. Ich griff nach Ines Hand unter der Bettdecke und bevor ich mich versah, drehte sie sich zu mir um und kuschelte sich an mich. Ich ebenfalls und so lagen wir eng umschlungen mit irgendwie verknoteten Beinen zusammen. Ihr Atem strich mir jedes Mal über die Nase und als ich meine Hand auf ihren Pyjama legte, spürte ich auch ihr Herz feste schlagen.„Ich bin nicht so stark wie du geschrieben hast.“, flüsterte ich und fuhr mit meiner Hand die Konturen ihrer kleinen Brust auf dem Stoff nach. Ines seufzte auf, zog mich noch näher an sich, dass ihre Lippen meine Nasenflügel berührten: „Für mich bist du es.“Ich hob den Kopf etwas an und wir gingen in einen Kuss über als hätten wie nie was anderes getan. Ines begann leise zu seufzen dabei und auch mir wurde plötzlich sehr warm. Die nächste Minute machten wir nichts anderes als eng umschlugen zusammen unter der Bettdecke zu liegen und uns sanfte Küsse zu schenken. Immer wieder drang ich dabei mit der Zunge zwischen ihre bebenden Lippen und langsam aber sicher wurde auch sie mutiger. Irgendwann, in einer der kurzen Pausen während der Küsse, fragte Ines dann: „Was bedeutet das hier jetzt?“Ich holte tief Luft und antwortete: „Was denkst du?“Ines dachte lange nach, dann flüsterte sie ernster: „Ich will nicht, dass irgendwer das mitbekommt. Es geht niemanden etwas an. Nicht meine Mama und ganz sicher niemanden aus der Schule.“Ich nickte: „Ich sag es niemandem.“Ines wurde unruhig und ihre Hände legten sich auf meine Schultern. Dann begann sie damit, mich gut und gern einen Minute zu küssen, nicht nur auf den Mund sondern auch auf die Wangen, Stirn und Nase, ehe wir wieder in einen langen und immer besser eingespielten Zungenkuss verfielen. „Verstehe mich nicht falsch … mir ist das nicht peinlich, Charlie. Aber in der Schule würde man uns noch mehr ächten. Und ich glaube Mama würde es nicht verstehen.“Ich nickte und flüsterte: „Schon klar. Lass es uns erst einmal für uns behalten. Vielleicht finden wir das ja morgen schon total doof.“„Glaub ich kaum!“, flüsterte Ines belustigt und küsste mich noch mal. Ich biss ihr zärtlich in die Oberlippe und so ging es weiter, bis irgendwann meine Hand unter ihr Oberteil rutschte und meine Fingerspitzen langsam die zarte Haut ihrer Brust ertasteten. Vor Schreck biss mir Ines auf die Zunge, aber es war noch erträglich und ich kicherte nur, was während eines Kusses gar nicht so einfach war. Schließlich begann auch sie ihre Hände unter mein Pyjamaoberteil zu stecken und mit den Fingerspitzen über meine Knospen zu streicheln. Mir wurde langsam ganz anders und unsere Küsse wurden fordernder. Ines begann leise zu stöhnen, wenn ich ihr mit meinen Fingerkuppen energischer über ihre mittlerweile kleinen, harten Knospen fuhr, die sich mir keck entgegenstreckten. Das warme Kribbeln zwischen meinen Schenkeln spürte ich schon eine ganze Weile, so dass ich irgendwann wie von selbst begann, meinen Schoß durch den Stoff an Ines rechtem Oberschenkel zu reiben. Langsam steigerte sich das Gefühl weiter und aus dem angenehmen kribbeln wurde ein heißes Verlangen. Ines bemerkte was mit mir passiere und auch das Reiben an ihrem Oberschenkel blieben ihr nicht verborgen. Da es stockdunkel war, konnte ich sie nicht sehen, hatte aber plötzlich das Gefühl, dass sie mich anblickte. Ich verharrte schließlich als mir bewusst wurde, dass sie sich gar nicht mehr bewegte. Dann fragte ich ängstlich nach: „Alles … okay?“„Ja … “, hauchte sie und ich suchte ihre Lippen um sie zu küssen. Sie kam mir entgegen und dann küssten wir uns abermals. Langsam spürte ich wie meine Lippen wund wurden. Ich begann mich wieder an ihrem Oberschenkel zu reiben, den sie mir auf einmal auch entgegendrückte. Ich verharrte wieder kurz, bis Ines Stimme direkt an meinem Ohr erklang: „Mach weiter … ist schön!“Ich nickte und rieb mich weiter an ihr, bis aus dem heißen Verlangen ein Funken entsprang der mich regelrecht entzündete. Eine heiße Welle fuhr durch meinen Körper, dass sich alle Muskeln in diesem gleichzeitig anzuspannen schienen und mein Rücken sich wie von selbst durchzudrücken begann. Dann riss es mich einfach mit und Welle um Welle von Glück, mit Ursprung in meinem Schoß durchfuhren mich, bis ich nicht mehr konnte und erschöpft zusammengerollt liegen blieb. Ich bekam kaum Luft, was aber nicht an der Erschöpfung lag, sondern an der Hand die mir Ines fest auf den Mund presste. Ich fasste ihren Arm und drückte ihn weg, ehe ich irritiert fragte: „Was soll das?“Ines lachte leise und flüsterte: „Du warst zu Laut?“„Hä? Ich hab gar nichts gesagt!“, verteidigte ich mich.„Nein …“, lachte Ines auf und küsste mich auf die Wange: „ … du hast gestöhnt als du gekommen bist … und nicht gerade leise.“Diese Information musste ich erst einmal verarbeiten. Dann wurde mir schlagartig klar, dass ich gerade meinen allerersten Orgasmus hatte: „So fühlt sich das also an.“, sinnierte ich leise.„Was meinst du?“, fragte Ines.Ich seufzte: „Ich bin grade gekommen. Mein erstes Mal sozusagen.“Ines wurde ruhig, dann flüsterte sie ungläubig: „Wie jetzt … du meinst … du bist noch nie gekommen, wenn du es dir selbst machst?“„Ich … “, begann ich und begriff das Larissa offenbar recht hatte, dass es alle machen: „ … mach es mir nicht selbst. Hab es noch nie gemacht.“Ines setzte sich abrupt auf und dann klang sie skeptisch: „Wie jetzt … du willst mir sagen, dass du gerade das erste Mal in deinem Leben einen Orgasmus hattest? Du verarschst mich, ja? Du lachst jetzt gleich los, weil ich so blöd war, dir das fast abzukaufen.“Ich antwortete nicht und fühlte mich irgendwie dumm. Irgendwann begriff auch Ines, dass ich es ernst meinte. denn sie nahm mich in den Arm und küsste mich auf den Mund, bevor sie flüsterte: „Du meinst es echt ernst, oder?“Ich nickte, was sie spüren konnte, da ihre Lippen auf meiner Wange langen und ihr Atem über meine Haut strich. Sie fuhr mit ihrer Hand wieder unter mein Oberteil und streichelte zärtlich über meine Bienenstiche während sie flüsterte: „Also hast du deinen ersten Orgasmus mit mir erlebt? Find ich mega cool! Darf ich das in mein Buch schreiben?“Ich lächelte nur und kam kaum mehr zu Kräften. Das gerade hatte mich völlig ausgelaugt und ich versuchte das eben erlebte irgendwie zu rekapitulieren. Ines Hand streichelte mir immer wieder über meinen kaum vorhandenen Busen und irgendwann dabei, schlummerte ich einfach ein.Als ich erwachte, zwitscherten draußen schon die Vögel, aber es dämmerte erst. Es konnte also erst fünf Uhr oder so sein. Ich leckte mir über meine Lippen die ganz rau waren und ein bisschen brannten. War das normal, dass man vom Knutschen so kaputte Lippen bekam? Würde man das sehen? Dann würden wir heute auf gar keinen Fall zur Schule gehen können. Ich erinnerte mich an gestern, an die Gefühle, an das intensive Reiben an Ines. Dann drehte ich den Kopf zu ihr und erschrak ein bisschen, weil sie neben mir lag und mich offenbar schon länger beobachtet hatte.„Morgen!“, begrüßte sie mich lächelnd und schob sich zu mir ran, war dann aber offensichtlich unsicher ob das okay war und verharrte. Ich sah ihr in diese wunderschönen sattgrünen Augen und lächelte ihr zu: „Morgen!“Dann küsste ich sie und sofort schmiegten wir uns dabei immer enger aneinander. Ines hob den Kopf irgendwann und sah mich wieder an, dann sagte sie leise: „Mir ist übrigens egal was du bist … ob Lesbe oder einfach nur bescheuert oder von mir aus auch unheilbar geisteskrank. Wenn das bedeutet, dass wir ab jetzt zusammen sind, dann akzeptiere ich das alles.“Ich lächelte, nickte und küsste sie zärtlich bevor ich mich streckte und gähnte. Erst dann seufzte ich und erklärte: „Scheiß drauf … dann bin ich jetzt eben lesbisch. Das gestern Nacht war unglaublich und … ich freu mich schon auf die nächste Nacht mit dir.“Ines strahlte mich an, dann fragte sie: „Sind wir dann jetzt ein Paar?“Ich blickte lange nachdenklich zu ihr ohne etwas zu sagen, dann aber nickte ich langsam: „Irgendwie schon, oder?“„Sag doch einfach ja …“, flüsterte sie hoffnungsvoll. Ich nickte: „Ja, sind wir.“Ines biss sich auf die Unterlippe, dann fixierte sie mich mit ihren Augen und schob sich auf mich. Ihr Oberschenkel drückte sich fordernd gegen meinen Schoß, aber ich drehte mich schnell weg: „Nicht!“Ines wich sofort zurück und sah mich beunruhigt an: „Nicht gut? Ich dachte … gestern wäre …“Ich legte ihr die Hand auf den Mund und sie verstummte. Dann grinste ich und flüsterte: „Volle Blase.“„Autsch!“, lachte sie und ließ mich an sich vorbei zum Klo. In der Wohnung war es still und so fand ich das Bad auch leer vor. Es war ja auch noch irre früh. Während ich pinkelte, fragte ich mich ob ich es schaffen würde meine Finger von Ines zu lassen, wenn wir in der Klasse die ganze Zeit nebeneinander sitzen würden. Ich würde ihre Hand am liebsten gar nicht mehr loslassen, aber das könnte echt blöd aussehen, oder?Ich zog ab und trank ein paar Schlucke aus dem Wasserhahn, ehe ich wieder in Ines Zimmer schlich. Ines war aus dem Bett aufgestanden und erwartete mich bereits als ich durch die Tür ins Zimmer trat. Sie schloss die Tür sofort und drückte mich dagegen, hielt mich an den Unterarmen fixiert und drängte mir einen Kuss auf den ich nur zu gern erwiderte. Seltsam wie schnell so etwas einfach normal werden konnte. Normal schon … aber trotzdem geil. Dann ließ sie mich los und zog sanft an meinem Oberteil. Ich ließ es einfach zu, dass sie es mir über den Kopf zog und mir dann auch noch meine Hose herunter streifte. Ich stieg langsam heraus und begann nun Ines auszuziehen. Erst das Oberteil wie bei mir, dann die Hose. Ines hatte deutlich mehr Haare zwischen den Beinen als ich und aus einem Impuls heraus, krallte ich mich mit der rechten Hand in ihren Schamhaaren fest. Sie quitteriet das mit einem leisen stöhnen und flüsterte dann: „Ich will, dass du noch mal so kommst wie gestern.“Ich keuchte lustvoll auf und nickte: „Hab nix dagegen.“Ines schob mich zurück zum Bett und schon jetzt spürte ich wie unglaublich erregt ich war. Dann drückte sie mich auf die Matratze, deckte uns zu und verschwand plötzlich unter der Bettdecke. Im ersten Moment dachte ich noch, sie würde nur meine Beine etwas auseinander drücken wollte, aber dann spürte ich ihre Haare auf meinem Bauch.Ich griff nach ihr, doch sie entwand sich geschickt und dann waren ihre Lippen an einer Stelle, die noch nie jemand anders außer mir selbst in den letzten Jahren berührt hatte. Ich riss die Augen erst auf, dann, als ihre heiße Zunge durch meine Spalte leckte, stöhnte ich auf und kniff sie wieder zusammen. Ich begann heftig zu keuchen und fragte mich ernsthaft, ob es schönere Gefühle geben konnte, als eine Zunge in dem intimsten Bereich zu spüren, den ein Mädchen hatte.Ich wand mich langsam hin und her, bis sich zwei Hände auf meinen Oberschenkel legten und mich mit sanfter Gewalt fixierten. Ab da bekam ich kaum noch was von der Umwelt mit und ich spürte noch zwei oder dreimal wie ihre Zunge durch meinen Spalt fuhr, als mich auch mein zweiter Höhepunkt überkam. Ich dachte nicht mal daran mir die Hand vor den Mund zu halten aber konnte mich diesmal etwas besser beherrschen. Langsam kam ich wieder zur Besinnung, während Ines ganz vorsichtig weiter meine kleine Spalte leckte. Ich musste plötzlich lachen, wohl auf Grund der seltsamen Glücksgefühle die mich übermannten. Dann hörte ich anderes Geräusch und ehe ich realisieren konnte, was das war, ein weiteres. Dieses zweite klang wie ein erstickter Aufschrei.Immer noch mit einem breiten Grinsen im Gesicht sah ich zur Tür, wo jetzt Birgit stand und die Hand vor den Mund presste. Sie sah nur kurz zum Bett, aber die Szene war eindeutig. Die Bettdecke war durch mein herumgehampel bis zu den Oberschenkeln heruntergerutscht und auch wenn man Ines Gesicht nicht sah, konnte man ihre rotblonden Kopfhaare auf meinem Bauch sehen. Da war nicht viel Fantasie nötig um zu verstehen, was sie gerade tat.Ich griff unter die Decke und fluchte leise auf. Birgit schüttelte den Kopf und hob die Hand, dann verschwand sie einfach wieder und schloss die Tür fast lautlos, ehe Ines grinsend unter der Bettdecke hervorkam. Als sie mich sah verschwand ihr Grinsen – ich musste echt panisch ausgesehen haben. Sofort fragte sie: „Was?“Ich sah zur Tür und Ines folgte meinem Blick, dann wurde sie bleich und sah mich wieder an, fragte eindringlicher: „Oh Gott … was ist los? War … ist …“Ich dachte an Birgit und an deren Reaktion, dann schüttelte ich den Kopf und log: „Ich glaub ich hab was gehört.“Augenblicklich sprang Ines aus dem Bett und zog sich schnell an, dann ging sie zur Tür und aus dem Zimmer. Kurz hörte ich sie mit ihrer Mama sprechen und ich glaubte zu verstehen, dass sie verwundert war, dass Ines schon wach war. Schließlich kam sie zurück ins Zimmer und seufzte erleichtert auf: „Fuck … das war knapp. Meine Mutter war schon wach und … boah … nicht auszudenken wenn sie eben einfach reingekommen wäre.“Ich blickte sie panisch an und fragte dann: „Was … wäre dann passiert?“Ines sah mich nun ebenso panisch an und dachte nach. Schließlich zuckte sie mit den Schultern und sagte: „Keine Ahnung. Ich weiß nicht, wie sie darauf reagieren würde. Sie meinte mal, bevor ich mit einem Jungen was hätte, sollte ich ihr das sagen, damit sie es wüsste. Aber mit Mädchen … sie wäre wohl total geschockt. Ich könnte ihr wohl nicht mehr in die Augen sehen, mehr aber würde wohl nicht passieren.“Ich nickte und seufzte: „Na dann ist es ja noch mal gut gegangen. Sagst du es ihr denn irgendwann?“Ines sah zur Tür, fuhr sich durch die Haare und nickte: „Lange kann ich ihr eh nix verheimlichen. Aber erst mal nicht. Irgendwie hab ich jetzt schon Angst davor.“‚Müsstest du gar nicht mehr haben …‘, dachte ich und lächelte ihr zu.Sie kam zu mir und küsste mich noch einmal, dann noch einmal und wieder. Bevor wir da weitermachten, wo wir eben aufgehört hatten, wandte sich Ines schwer atmend von mir ab und ging zur Tür: „Ich gehe duschen … ich würde dich ja gerne mitnehmen, aber … naja … noch sind wir inkognito.“Als sie verschwunden war, nickte ich noch und flüsterte mehr zu mir: „Glaubst du vielleicht.“Ich stand auf und suchte mir meine Klamotten zusammen die im Zimmer verteilt waren, als noch einmal ihre Zimmertür aufging. Offenbar hatte sie etwas vergessen. Lächelnd drehet ich mich um und stand dann splitternackt vor Birgit. „Wow …“, fluchte ich auf und griff nach dem Stoff meiner Hose die ich anziehen wollte um mich zu bedecken. Birgit griff sich einen Morgenmantel der an einem Harken hing und reichte ihn mir ohne hinzusehen. Ich schlüpfte schnell hinein und sah dann verlegen zu Ines Mama. Diese musterte mich skeptisch und sprach dann einfach los: „Hör mal … es ist mir nicht wichtig was ihr hier macht. Es ist mir egal, solange es meiner Tochter gut geht, klar?“Ich nickte und verstand trotzdem nicht was sie von mir wollte. Offenbar war Birgit ganz schön durch den Wind und ihr war selbst nicht klar, was sie eigentlich sagen wollte. Dann schüttelte sie den Kopf und sah mich wieder an: „Ihr … kennt euch doch erst seit einem Tag, oder?“Ich nickte.„Ist das für dich nur ein Spaß?“, fragte sie ernst.Ich schüttelte den Kopf. Birgit seufzte schwer und hob dann den Zeigefinger: „Wenn du ihr weh tust mein Fräulein, dann verspreche ich dir, wird es dir leid tun. Ich weiß nicht was du alles weißt aber … Ines hat es nicht leicht gehabt in den letzten Jahren.“„Weiß ich … ich spiele nicht mit ihr. Es hat einfach … gefunkt.“, versuchte ich zu erklären und wirkte dabei total hilflos. Vermutlich war es das was Birgit besänftigte … die Tatsache, dass ich selbst so unsicher war.„Du bist 14 oder?“Ich nickte und Birgit schnaufte: „Unglaublich … mit 14 … da war ich … weiß nicht …“Ich konnte meine Klappe nicht halten und so sagte ich einfach: „Aber 3 Jahre später kam Ines auf die Welt.“Birgit sah mich überrascht an, dann aber lächelte sie herzlich und fuhr mir mit der Hand durch meine Haare: „Charlie … du bist ganz schön dreist.“Ich schluckte und murmelte ein: „Tschuldigung“Ines Mama schüttelte den Kopf: „Schon okay. Aber … ich weiß einfach nicht was ich davon halten soll.“„Wir sind glaube ich zusammen jetzt.“, sagte ich vorsichtig.Birgit lachte auf, nur einmal und sah mich dann fest an: „Ehrlich?“Ich nickte: „Sie hat mich gefragt und ich hab ja gesagt.“Verständnislos schüttelte Birgit den Kopf, dann sah sie zu Boden und versuchte vielleicht die Vorstellung zu begraben, wie ihre Tochter mal ihrem ersten FREUND vorstellte. Ich flüsterte leise: „Sie mögen mich jetzt nicht mehr, oder?“„Was? Nein!“, fuhr Birgit hoch und schüttelte den Kopf, machte dann eine Bewegung als wolle sie mir beschwichtigend an die Schulter fassen, zögerte aber und ließ die Hand wieder sinken: „Es ist nur gerade ein bisschen viel für mich.“„Glauben Sie, ich tu Ines nicht gut?“, fragte ich dann.Birgit sah mich ernst an: „Wir waren doch beim Du, oder?“, ich nickte und sie lächelte plötzlich wieder, fasste mir nun doch sanft in den Nacken: „Nein … vermutlich bist du das Beste was meiner Tochter seit Jahren widerfahren ist. Allein der letzte Tag nachdem sie dich kennen gelernt hat, war … unglaublich. Diese Lebenslust hab ich bei ihr schon seit …“, sie dachte kurz nach: „ …Jahren nicht mehr gesehen.“ Schließich zog sie mich zu sich, küsste mich auf die Stirn und drückte mich an sich. Dann ließ sich mich genau so schnell wieder los und brachte etwas Abstand zwischen uns. Wir sahen uns noch ein paar Sekunden an, dann nickte sie: „Danke dass du es ihr nicht gesagt hast. Es wäre schön, wenn sie es mir irgendwann von sich aus erzählen würde. Wenn sie dazu bereit ist.“Ich nickte. Ehe sie das Zimmer verließ, sah sie sich noch mal um und warf mir einen durchdringenden Blick zu, ehe sie traurig lächelte und leise sagte: „Ich dachte ich kenne mein Kind so gut wie niemand sonst. Aber … damit hab ich nicht gerechnet.“„Birgit … “, flüsterte ich schnell und sie sah noch einmal auf als ich sagte: „ … das ist ganz neu. Für uns beide. Weder ich noch sie hatten vorher schon einmal eine Freundin.“Birgit nickte mir dankbar zu und ich ergänzte noch: „Ich bin Eifersüchtig … “Sie sah mich irritiert an, dann erklärte ich: „… diese Beziehung von euch, sowas hab ich noch nie erlebt.“Langsam kam sie noch einmal zu mir und nahm sanft mein Gesicht in ihre Hände. Einen Moment sah sie mir in die Augen und dann flüsterte sie: „Charlie … ich war gerade nicht nett zu dir. Ich hab nur Angst um Ines. Aber ich freu mich, dass sie dich hat. Egal was ist meine Kleine … ich bin für euch beide da, verstanden?“Ich nickte und Birgit küsste mich noch mal auf die Stirn, dann ließ sie mich allein.

Charlie – Episode 4: „Höhepunkte“

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