Die Ü30-Party

Im Sommer des letzten Jahres lernte ich bei einer Ü30-Party, zu der mich ein paar Freundinnen scherzhaft mitgeschleppt hatten, einen attraktiven aber auch etwas seltsamen Mann kennen. Er hieß Leonidas und war Biologielehrer. Soweit, so gewöhnlich, doch das was er mir dann erzählte, zugegebenermaßen in einem Separee und unter dem Einfluss von mehreren White Russians, ließ mir doch ein wenig mulmig werden. Früher, so sagte er, sei er ja bei einem großen Unternehmen in der Forschungsabteilung aktiv gewesen und hätte dort auch nicht schlecht verdient. Er war dort mit der Entwicklung eines neuartigen Potenzmittels beschäftigt und sein Team hatte auf dem Weg dahin bereits einige Fortschritte erzielt, doch dann kamen die ersten Praxistests und das Schicksal nahm seinen Lauf. Da die Zielgruppe hauptsächlich aus Männern mittleren Alters bestehen sollte, lud man sich natürlich auch Personen aus deren Reihen in das Labor ein. Meist waren es abgeschmackte Singles, die vorallem das Geld brauchten und natürlich auch schon so manches Problem mit ihrer Erektionsfähigkeit gehabt hatten. Diesen gab man eine kleine Dosis, erst einmal nur um die Portionierung im Ungefähren festzulegen. Am nächsten Tag erreichte sie eine Vielzahl von Anrufen, denn fast alle der Probanden hatten etwa ein- bis zwei Stunden nach Einnahme, oft noch auf dem Nachhauseweg einen Filmriß erlitten und waren an den seltsamsten Orten aufgewacht Einer rief die Forschungsgruppe zu deren großer Verwunderung aus dem Ruhrgebiet an, hatten sie ihn doch mit eigenen Augen am Abend zuvor noch in Luzern im Labor gesehen. Am Anfang dachten sie och, das wäre ein abgekartertes Spiel, vielleicht die „versteckte Kamera“ oder ein geschlossener Jungesellenabschied, der sich einen Spaß daraus gemacht hatte die Forscher zu foppen! Doch als schließlich ein Herr von der Kriminalpolizei anrief, realisierten sie das Ausmaß ihres Experiments. Überall im deutschsprachigen Raum, teils aber auch aus dem Süden Frankreichs, Norditalien und Osteuropa erreichten die Wissenschaftler Horrornachrichten. Zahlreiche Prostituierte waren Opfer von dem Anschein nach friedfertigen Freiern geworden. Die Tat lief immer gleich ab: Erst kam es zur Kopulation, irgerndwann meist zeitgleich mit der Ejakulation bissen die Probanden den hilflosen Frauen in den Hals und tranken offenbar deren Blut. Selten aber manchmal waren auch Männer unter den Opfern. An diesem Punkt brach die Erzählung meines Gegenübers ab, denn seine Augen füllten sich mit Tränen und seine Stimme zitterte zu sehr um fortzufahren. „Und ich bin daran Schuld!“, wiederholte er eine ganze Weile lang den immerselben Satz. Dann hatte er sich wieder soweit unter Kontrolle, um den Faden seiner Erzählung wieder aufzunehmen. Es sein ein Krisenstab eingerichtet worden, in der Firma. Zahlreiche Krisenmanager gaben ihre mehr oder weniger fundierte Meinung zu der ganzen Sache ab, schließlich standen ja auch Dinge wie Schadenersatz und Schmerzensgeld zu Debatte und der Konzern hatte mit seinem Geld natürlich anderes vor! Bis schließlich einer der Forscher glaubte eine rettende Idee haben. Warum nicht ein blutverdickendes Mittel forsorglich an alle Probanden verteilen? Dann wäre die Wirkung des entwickelten Mittels aufgehoben! Das Problem schien gelöst, doch ein weiteres hatte sich sogleich ergeben. Wie sollte man an die Amok laufenden Probanden herankommen? Jetzt leuchte Triumph in dem schiefen Blick meines Gegenübers. „ICH hatte die rettende sagte!“, sagte er lauter als gedacht, so dass sich ein paar Menschen in der Nähe pikiert umdrehten. Er habe sich die Adressen der Probanden besorgt und jedem einen Brief von einer fiktiven „Angelina J.“ geschickt, in dem etwas von einer „heißen Nacht“ und „verbotenen Früchten“ stand, gefolgt von einer Adresse in einem bekannten Stundenhotel im Zürcher Bahnhofsviertel. Am Tag darauf seien er und ein fünfzehnköpfiges Spezialistenteam aus Polizei, Katastrophenschutz und Berufsfeuerwehr mit der Eisenbahn nach Zürich gefahren und hatten bereits am Vormittag in besagtem Hotel aufgeschlagen. Dort hätten sie dann gewartet und gewartet und einen nach dem anderen festgenommen und anschließend sediert. Der Gong ertönte. Die Jungesellentombola hatte begonnen bevor mein Gesprächspartner zu einem Ende kommen konnte. Aufgeregt wartete ich, bis Leonidas an der Reihe war und bot eifrig mit. Als er schließlich von mir für 5000 Euro ersteigert wurde und wir uns mit dem Taxi zu meiner Wohnung aufmachten, setzte er ein letztes Mal an und erklärte mit schnellen Worten, dass viele der damals infizierten Freier heute ein völlig normales und glückliches Leben führten, nur halt ohne Erektion und demzufolge ohne Sex. Aber was sei das schon Wert im Gegensatz zu einer funktionierenden Beziehung, zahlreichen Kindern und einem Haus im Grünen. Wir stiegen aus und oben am Nachthimmel glühten die Sterne. Heute Nacht würde ich also Sex mit einem Stück Zeitgeschichte haben.

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